Freddy Albers lässt Stimmung im Schauspielhaus überkochen

Fernweh im Schlagersound

In Kapitänsuniform gibt Freddy Albers im Neuen Uelzener Schauspielhaus Hans Albers. Das Publikum kann alle Titel des Abends mitsingen.
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In Kapitänsuniform gibt Freddy Albers im Neuen Uelzener Schauspielhaus Hans Albers. Das Publikum kann alle Titel des Abends mitsingen.

Uelzen – Bunte Lichterketten beleuchten am Sonnabend den Garten des Neuen Schauspielhauses in Uelzen. Wind lässt Blätter durch die Luft wirbeln. Dann brandet Meeresrauschen auf, und Freddy Albers betritt die Bühne in schmucker Kapitänsuniform.

Albers startet mit „La Paloma“. Mit dem Evergreen „Schön war die Zeit“ erntet er sehnsuchtsvolle Seufzer aus dem Publikum.

Mit seiner gefühlvollen Stimme, der stattlichen Erscheinung und dem verschmitzten Lächeln erobert er sofort das Herz der Zuhörer. Textsicher bilden sie den Chor, singen den Refrain begeistert ins Mikrofon. Denn Berührungsangst kennt der Künstler nicht. Gern mischt er sich unter das Publikum, nutzt Momente für persönliche Ansprache. Die Gäste zeigen sich erfreut, wiedererkannt zu werden. Denn viele sind seine Fans, haben den Sänger bei seinen regelmäßigen Auftritten in Uelzen schon erlebt.

„Es ist die Musik unserer Jugend“, erzählt ein Soltendiecker Paar. Wobei der Charmeur alter Schule mit seinem Publikum flirtet und gar nicht glauben will, dass es die Ursprungsjahre der Hits erlebt hat. Er beginnt mit Hits von Freddy Quinn aus dem Jahr 1956 und singt sich bis in die siebziger Jahre hoch. Den Welthit „La Paloma“ gibt es gleich in verschiedenen Versionen von Frank Sinatra über Bata Illic und Heino bis Elvis Presley – mit geschlossenen Augen ein unglaubliches Konzerterlebnis.

Bei seinen Hans-Albers-Hits achtet Freddy Albers auf perfekte Aussprache und vergisst auch nicht das Stolpern über den spitzen Stein. Sprechgesang und klares Pfeifen lassen das Publikum immer wieder in Begeisterungsstürme, Schunkeln und Bravo-Rufe ausbrechen. „Wir lieben Sänger und Musik“, sagen Damen in der ersten Reihe. Wie alle anderen können sie jeden Hit mitsingen.

Im zweiten Teil des Konzertes streift Albers dann – stilecht von Dieter Thomas Heck angekündigt – durch die Hitparade der siebziger Jahre. Auch für das passende Blütenhemd gibt es Applaus. Der will schließlich gar nicht mehr enden und alle sind sich einig: „Junge, komm bald wieder!“ VON MONIKA BUHR

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