„Mensch 2012“: Das Motzer-Team Scharbeutz – 15 Tage schweißen zusammen

Ferienspaß mit Jugendlichen

Das Motzer-Team in Stammbesatzung während der Freizeit 2012 vor dem Hansa-Park. Foto: privat

Uelzen/Barum. „Schrubbel, McTom oder Latten-Lothar sind einige der Spitznamen der Betreuer im Motzer-Team Scharbeutz während der Sommerfreizeit der Sportjugend Uelzen. Alle engagieren sich ehrenamtlich und sind mit Begeisterung dabei.

Das beginnt schon mit den Vorbereitung im Januar“, erzählt Torsten Lehmann, Spitznahme Adi.

Wie und wann der Name Motzer-Team entstand, lässt sich heute nicht mehr klären. Es begann in den 60-er Jahren. Mitglieder des Kreissportbundes und eine Jugendgruppe fuhren jährlich für zwei Wochen in den Ferien an die Ostsee. Mit der Jugendherberge und einem Zeltplatz direkt am Strand bot Scharbeutz ideale Voraussetzungen für diese Freizeiten.

Inzwischen haben an den Fahrten etwa 2000 Jugendliche und 80 Betreuer teilgenommen, 26 von ihnen mehrmals. Das Motzer-Team der Sportjugend Uelzen organisiert mittlerweile die 32. Sommer-Freizeit in Scharbeutz, die in diesem Jahr vom 29. Juni bis zum 14. Juli stattfindet. Insgesamt stehen knapp 90 Plätze für Jungen und Mädchen im Alter zwischen neun und vierzehn Jahren zur Verfügung. Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass die Jugendlichen Mitglied in einem Sportverein des Landkreises Uelzen sind. Die Anmeldungen laufen seit dem 1. Januar und schon jetzt sind nicht mehr viele Plätze frei.

„In Scharbeutz werden unsere Betreuer und die Sportjugend in zehn Zelten mit Betten untergebracht. Das 20-köpfige Motzer-Team aller Altersgruppen sorgt für den geregelten Tagesablauf und das Rahmenprogramm. Die meisten Betreuer kommen aus unseren eigenen Reihen – als Kind noch als Teilnehmer auf der Freizeit dabei, interessieren sich viele der Jugendlichen mit 16 dann auch oftmals für einen Betreuerposten. Dem Betreuerteam macht die Jugendarbeit großen Spaß. Manche Betreuer nehmen extra Urlaub für die Sommerfreizeit und einige sehen sich nur zu den 15 Tagen Scharbeutz und zu den Vorbereitungsterminen. Alle machen es ehrenamtlich, viele Betreuer sind schon seit vielen Jahren konstant dabei. Trotzdem kommen auch immer wieder neue Leute dazu. Ein gesunder Mix aus allen Altersklassen“, weiß Mario Miklis, Motzer seit 1985. Er begleitete bereits 27 Freizeiten.

Torsten Lehmann erzählt von

seinen Erfahrungen: „15 Tage Scharbeutz schweißen zusammen. Wenn man so lange am Stück 24 Stunden am Tag zusammen ist, muss man sich verstehen, sonst geht das nicht. Über das Engagement sind auch viele Freundschaften entstanden, die über die Scharbeutz-Aktivitäten hinausgehen.“

Für die aktuelle Freizeit laufen bereits die Planungen. Auf zwei Sichtungstreffen kommen alle Interessierten zusammen. Die Gesetze zu den Themen Aufsichtspflicht und Fürsorge haben sich geändert – jeder Betreuer muss sich bei seinem Engagement im Klaren darüber sein, dass er mit seinem Betreuerposten auch eine große Verantwortung übernimmt. Wer für das Team geeignet ist, wird dann an einem Wochenende in Scharbeutz in seine Aufgaben eingewiesen.

Zu den weiteren wichtigen Vorbereitungen gehört der Elternabend, an dem Planung, Regeln, Haftung und eventuell eintretende Situationen besprochen werden. Zu den festen Regeln gehören das Rauch- und Alkoholverbot, keine Gewalt und ohne Betreuer darf kein Jugendlicher an den Strand. Wer dagegen verstößt, tritt unverzüglich die Rückreise an.

Mit der Sportjugend reist auch ein reichhaltiges Angebot an Gesellschaftsspielen und Sportgeräten mit an die Ostsee. Das Spiel „Schlag den Motzer“ wird fast jeden Tag gespielt Es ist bei Jugendlichen und Betreuern gleichermaßen beliebt: Hierbei treten ausgeloste Teilnehmer gegen Betreuer an. Am Ende der Freizeit wird dann der Sieger gekürt.

Zusätzlich stehen drei große Ausflüge auf dem Programm: ein Besuch im Hansa-Park Sierkstorf, eine Wanderung in die Ostsee-Therme nach Timmendorf und als besondere Attraktion eine Fahrt zu den Karl-May Festspielen nach Bad Segeberg. Wer noch an der nächsten Jugendfreizeit teilnehmen möchte, sollte sich bei der Sportjugend Uelzen informieren.

Von Gisela Lüchow

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