Ferienzeit wird für Bau-Projekte genutzt

Fenster, Elektronik und mehr: Umfangreiche Arbeiten in Uelzens Schulen

In der Grundschule in Oldenstadt werden derzeit Fenster ausgetauscht – nicht die einzige Schule, in der Bauarbeiten stattfinden.
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In der Grundschule in Oldenstadt werden derzeit Fenster ausgetauscht – nicht die einzige Schule, in der Bauarbeiten stattfinden.

Uelzen – Ferienzeit ist Umbauzeit – zumindest in den Schulen der Hansestadt Uelzen.

Während zum einen Maßnahmen zur Vorbereitung des regulären Schulbetriebs unter Corona-Bedingungen getroffen werden, stehen zum anderen auch Arbeiten zur Modernisierung und Sanierung der Schulgebäude im Stadtgebiet auf dem Programm.

Neue Fenster für Oldenstädter Schule

Zwölf neue Fenster erhält etwa die Grundschule in Oldenstadt. Dabei handelt es sich um Fenster mit Dreh- und Kippflügeln, die die alten Schwingflügel-Fenster ersetzen. So kann die gesamte Fensterfläche vollständig geöffnet und für Lüftungszwecke freigegeben werden.

Dieser Austausch geschieht im Rahmen der Umsetzung der coronabedingten Maßnahmen, wie Stadtsprecherin Sandy Naake auf AZ-Nachfrage mitteilt: „Das Hygienekonzept für Schulen fordert eine Stoßlüftung der Unterrichtsräume in den Pausen.“ Hierfür sei ein gewisser „Öffnungsquerschnitt“ erforderlich. Dieser sei durch die alten Fenster nicht gewährleistet gewesen. Mittelfristig sollen daher alle Schwingflügel-Fenster ersetzt werden.

Auf welche Höhe sich die Kosten belaufen, sei noch nicht festzustellen, sagt Naake. Dies hänge von den letztlichen Handwerkerrechnungen ab. Naake schätzt sie jedoch auf rund 25 000 Euro. Hierbei handelt es sich um finanzielle Mittel, die eigentlich nicht für das Haushaltsjahr 2020 vorgesehen waren. „Die Kosten werden aus dem Budget der Bauunterhaltung gedeckt. Dafür müssen gegebenenfalls andere Maßnahmen noch verschoben werden“, erklärt Naake. Welche Maßnahmen davon konkret betroffen sind, ist noch nicht bekannt.

Neue Decken und Böden

Auch in anderen Schulen im Stadtgebiet wird die schülerfreie Ferienzeit zur Umsetzung von notwendigen Bauarbeiten genutzt. So erhält etwa nicht nur die Oldenstädter Grundschule neue Fenster. Auch in den Schulen in Veerßen und Molzen werden für rund 50 000 Euro mehrere Fenster ausgetauscht.

Daneben finden derzeit in verschiedenen Schulen Sanierungsarbeiten an den Elektro-Installationen statt. Davon betroffen sind die Grundschule in Holdenstedt sowie die Sternschule und die Lucas-Backmeister-Schule. Beziffert werden die Gesamtkosten hier auf 850 000 Euro, wobei die Maßnahmen in den beiden Uelzener Schulen mit insgesamt 640 000 Euro aus Bundesmitteln des Konjunkturpakets II gefördert werden.

Darüber hinaus finden für rund 110 000 Euro An- und Umbaumaßnahmen der Toiletten an der Grundschule Molzen statt, während in den Grundschulen in Veerßen, Oldenstadt, Westerweyhe sowie in der Hermann-Löns-, Lucas-Backmeister- und der Sternschule neue Decken zur Verbesserung der Raumakustik eingebaut werden. 92 000 Euro sind insgesamt hierfür vonseiten der Stadt vorgesehen.

Und auch in die Digitalisierung ihrer Schulen investiert die Hansestadt: Neue Ausrüstung im IT-Bereich wird etwa in den Schulen in Holdenstedt, Oldenstadt, Westerweyhe sowie in der Lucas-Backmeister- und der Sternschule installiert. Rund 77 000 Euro lässt sich die Uelzener Stadtverwaltung das kosten.

An verschieden Schulen laufen derzeit außerdem Malerarbeiten sowie der Austausch von Bodenbelägen für rund 75 000 Euro.

Geplant ist darüber hinaus der Umbau von Wohnungen in Dachgeschossen, um mehr Platz für die Schulen zu schaffen. Konkret betroffen sind davon die Grundschulen in Holdenstedt mit Kosten von 200 000 Euro und in Westerweyhe mit 300 000 Euro. Hier finden derzeit vorbereitende Arbeiten statt.

Finanzierung durch Eigenmittel

Damit investiert die Hansestadt Uelzen trotz unsicherer Haushaltslage im Corona-Jahr 2020 viel in ihre Schulen. Bis auf den bereits erwähnten Austausch der Fenster in Oldenstadt sind alle baulichen Maßnahmen laut Stadtsprecherin Sandy Naake fest für das Haushaltsjahr 2020 eingeplant. Fördermittel gibt es von den Arbeiten jedoch nur für die Sanierung der Elektro-Installationen in der Sternschule und der Lucas-Backmeister-Schule. Alle anderen Maßnahmen werden laut Naake aus dem Haushalt der Gebäudewirtschaft finanziert. VON DANIEL BIELING

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