Stadt legt Pläne für weiteres Angebot vor / Kosten von mindestens 1,4 Mio. Euro

Es fehlen Kita-Plätze

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Die Betreuung von Kindern bis 3 Jahren bereitet Schwierigkeiten. Alle Krippenplätze in der Stadt Uelzen sind belegt.

Uelzen. Die Gemengelage ist schnell zu skizzieren: Eltern in Uelzen suchen für ihre Kinder immer häufiger ein Betreuungsangebot – und das möglichst bis in den Nachmittag hinein. Freie Krippenplätze für Kleinstkinder bis 3 Jahre gibt es im Stadtgebiet zurzeit nicht mehr. Die Warteliste wird länger.

Jetzt will die Stadtverwaltung der Politik Pläne vorlegen, wie zusätzliche Betreuungsplätze geschaffen werden könnten. Die Stadt müsste dafür aber zunächst mindestens 1,4 Millionen Euro aufbringen – in Zeiten eines vom Land vorgegebenen Spardiktats.

Im Stadtgebiet gibt es 194 Krippen- und 258 Kita-Ganztagsplätze. Für zusätzliche Betreuungsgruppen fehlen in bereits bestehenden Einrichtungen die Räume. Deshalb wurde nach neuen Gebäuden gesucht: Nach Durchsicht der im Besitz der Stadt stehenden und verfügbaren, zentrumsnahen Immobilien biete sich nur ein inzwischen leerstehendes Gebäude der Lucas-Backmeister-Schule an, erklärt die Stadt in einer Beratungsvorlage, mit der sich die Politik beschäftigen wird.

Der sogenannte gelbe Pavillon könnte zur Kindertagesstätte werden – allerdings bedürfe es eines Umbaus, der nach ersten Berechnungen rund 1,4 Millionen Euro kosten soll. „Die hohen Kosten kommen zustande, weil das Gebäude noch hinter dem Rohbau zurückgebaut werden muss.“ Alternativ könnte der Pavillon abgetragen und durch einen Neubau ersetzt werden. Die Stadt schätzt dafür die Kosten – inklusive des Abrisses – auf rund 1,8 Millionen Euro.

Ab Donnerstag wird über die Pläne in den politischen Gremien beraten. Knackpunkt: Das Defizit im nächsten Haushalt. Das Land fordert Einsparungen von mindestens 400 000 Euro und jede zusätzliche Ausgabe muss ebenfalls gegenfinanziert werden. Dazu würden nicht nur die Kosten für einen Um- und Neubau zählen, sondern auch die zusätzlichen, jährlich zu zahlenden Betriebskostenzuschüsse gehören. In 2015 steuert die Stadt 4,6 Millionen Euro für die Kinderbetreuung in den Einrichtungen bei.

Von Norman Reuter

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