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Fast ein Jahr nach dem ursprünglichen Termin eröffnet nun die Lüneburger Arena

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Von: Theresa Brand

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Sigrid Vossers und Klaus Hoppe vor der LKH Arena Lüneburg
Sigrid Vossers, Kreisrätin und Geschäftsführerin der Arena-Betriebsgesellschaft, und Klaus Hoppe, Geschäftsführer der Campus Management GmbH, freuen sich auf die Eröffnung der Arena. © Theresa Brand

Nach langer Verzögerung mit Liefer-Engpässen, Baustopp und erheblichen Mehrkosten öffnet die LKH Arena Lüneburg ihre Türen zur großen Eröffnungsfeier.

Noch ist der Lack auf dem Boden nicht trocken, die Beschilderung nicht angebracht, und in den Ecken steht noch Baumaterial. Aber am Freitag soll davon nichts mehr zu sehen sein, denn nach sieben Jahren Bauzeit, Kostensteigerungen und immer wieder aufgeschobener Fertigstellung wird die LKH-Arena Lüneburg eröffnet. Ob die Anspannung der vergangenen Monate dann abfällt, ist sich Klaus Hoppe, Geschäftsführer der Campus Management GmbH, noch nicht sicher. Aber auf alle Fälle sei er glücklich, dass es nun einen konkreten Termin gebe. „Nach einer viel längeren Vorbereitungsphase, als wir uns alle gewünscht haben.“

Beim Bau der Arena, deren Planung 2015 begann, war es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Verzögerungen gekommen. Ursprünglich sollte die Mehrzweckhalle im Juli 2021 eröffnet werden, doch verlängerte Lieferzeiten, Engpässe bei der Beschaffung von Baumaterialien und Probleme bei den Zuständigkeiten sorgten dafür, dass der Eröffnungstermin der Halle stetig nach hinten verschoben wurde.

Hinzu kommen Kosten, die mit den anfangs angesetzten 13 Millionen nicht mehr viel zu tun haben: Bereits 2019 war die Rede von rund 19 Millionen Euro, doch auch diese Summe wurde schnell nach oben korrigiert. Die Endabrechnung ist noch nicht geschrieben, doch nach Angaben des Landkreises belaufen sich die Gesamtkosten des Baus mitsamt dem Grundstück auf rund 28 Millionen Euro.

Insgesamt bietet die Arena Platz für rund 3500 Gäste. Genutzt wird die Veranstaltungshalle in Zukunft nicht nur für Sportevents, Konzerte und Lesungen, sondern auch für Messen, Tagungen und Abschlussfeiern. Je nach Wunsch des Veranstalters bietet die Arena viele Möglichkeiten. Auf den Tribünen gibt es mehrere Tresen, an denen Snacks und Getränke verkauft werden können. Doch auch ein Catering mit einem kompletten Drei-Gänge-Menü, das in einem der beiden VIP-Bereiche serviert wird, kann hier gebucht werden. Besonders stolz ist Klaus Hoppe auf die Bierzapfanlage: Der „Bier-Jet“ füllt automatisch bis zu sechs Biergläser gleichzeitig und wurde extra aus Österreich geordert. Damit es keine langen Wartezeiten gibt, soll zudem möglichst bargeldlos gezahlt werden.

Eine erste große Premiere hat die Lüneburger Arena bereits hinter sich. Im November 2021 fand hier das Europapokal-Spiel der SVG Lüneburg statt, bei dem rund 1000 Zuschauer einen ersten Blick in die neue Halle werfen konnten. Es sei ein voller Erfolg gewesen, die Arena habe die Feuertaufe gut überstanden. Auf der Tribüne habe man von überall freie Sicht, egal ob vorne oder weiter hinten. Auch die Akustik habe sich bewährt, erklärt Klaus Hoppe. Jetzt könne man mit Gewissheit sagen: „Jeder Platz, den wir haben, ist ein Premium-Platz.“

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