Aus für zwei Hotels: Tourismusverein erwartet Einbrüche bei Gästezahlen für Uelzen

Fast ein Drittel weniger Betten

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Das Hotel Stadt Hamburg schließt zum Jahreswechsel. Seinem Pächter, Armin Beckemeyer, war vom Verwalter der Stadt-Hamburg-Passage gekündigt worden. 63 Betten zählt das Hotel.

Uelzen. Mit dem Aus für die beiden Hotels „Stadt Hamburg“ und Stadthalle zum Jahresende verliert Uelzen fast ein Drittel der Gästebetten.

Von 300 Schlafplätzen in den Kategorien Hotel, Pensionen, Gasthöfe werden 82 ab dem nächsten Jahr nicht mehr zur Verfügung stehen, informiert die Stadt- und Touristinformation auf AZ-Nachfrage.

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Für das Stadtgebiet und die Ortsteile hatte die Touristinformation bislang elf Hotels und Gasthäuser gelistet, künftig werden es noch neun sein. Das Hotel Stadt Hamburg, dessen Geschäftsführer Armin Becke-meyer, wie berichtet, eine Kündigung vom Verwalter der Stadt-Hamburg-Passage erhielt, verfügt über 63 Betten in Doppel- und Einzelzimmern. Das Hotel der Stadthalle zählt 19 Betten. Dass gleich zwei Unterkünfte schließen, sei eine „unglückliche Situation“, so die Leiterin der Stadt- und Touristinformation, Anke Steffen.

Nach Einschätzung des Geschäftsführers des Tourismusvereins Heideregion Uelzen, Jürgen Clauß, werde der Wegfall der Betten in Uelzen bei den Übernachtungszahlen zu spüren sein.

62 500 Übernachtungen waren 2013 gezählt worden. Die Hoffnung von Anke Steffen, dass die Touristen und Gäste von Uelzen sich künftig auf andere Betriebe in der Stadt und Landkreis verteilen werden, teilt Clauß nur bedingt. Als in Bad Bevensen das Park Hotel abgebrannt sei, habe sich gezeigt, dass die Gäste nicht unbedingt eine Alternative in der Region suchen. Die Zahlen in den Tourismus-Statistiken für die Kurstadt seien rückläufig gewesen, dies erwarte er auch für Uelzen. „Damit ist das reduzierte Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten schon schwierig“, so Claus.

Auch der Eigentümer des Restaurants Astefix, Farhad Sarei, befürchtet Einbußen bei den Gästen. Zwar wird die Gaststätte weiter geöffnet haben, doch zu seinen Besuchern zählten auch viele Gäste des benachbarten Hotels Stadt Hamburg.

Von Norman Reuter

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