Fast 2500 Unterschriften für Farina

mr Uelzen. „Es sind 2462, also rund 85 Prozent“ – dieses Zwischenergebnis übermittelte Peter Lücke als Sprecher der Initiative für ein Bürgerbegehren zur Wiedereinführung der Farinastraße nach dem Auszählen der bislang zurückgebenen Listen nach diesem Wochenende.

Die Stadt steht damit vor ihrem ersten Bürgerentscheid, denn Lücke und seinen Mitstreitern verbleiben jetzt noch zehn Tage für die restlichen 429 Stimmen, die nötig sind, damit die Stadt dann binnen drei Monaten einen Bürgerentscheid einleiten muss.

„Wir sammeln bis zum 18. März 3000 Stimmen“, hat Lücke bereits angekündigt. Mit dem Puffer von gut 100 sieht sich die Initiative auf der sicheren Seite. Gewertet werden nur über 16-jährige Uelzener, die nicht nur vollständige Angaben über ihren Wohnort in der Stadt machen, sondern auf den Listen auch ihre Unterschriften abgeben müssen.

Lücke gibt in seinem Büro in der Rademacherstraße 2 weiterhin Unterschriftenlisten aus. Auch am nächsten Samstag werden Mitglieder der Initiative am Wochenmarkt in der Fußgängerzone Unterstützungsunterschriften sammeln.

Unterdessen hat sich ein „Bündnis gegen Rechts“ gebildet, das sich nicht nur gegen eine Rückbenennung der Straße wendet, die nach einem Beschluss des Stadtrates nunmehr „Am Stadtgut“ heißt, sondern von der Stadt weitere Konsequenzen wegen der umstrittenen Rolle des langjährigen Bürgermeisters während der NS-Zeit fordert. So soll es künftig keine Kranzniederlegungen der Stadt für Farina zum Totensonntag geben. Das Bündnis plädiert auch dafür, Farinas Portrait im Rathaus abzunehmen.

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