„Mensch 2012“: Fred, Siegrid und Bianca Nowacki aus Secklendorf

Familie zeigt Engagement

Tochter Bianca, Mutter Siegrid und Vater Fred Nowacki – nur Hund Erwin fehlt. Foto: Bautsch-Ludolfs

Secklendorf. Einen gemeinsamen Termin mit Ehepaar Nowacki und Tochter Bianca aus Secklendorf abzustimmen, ist gar nicht so einfach. „Nachts ab 22. 15 Uhr wäre möglich oder frühmorgens vor 6. 30 Uhr“, antwortet Bianca Nowacki schmunzelnd.

Irgendwann klappte nun ein gemeinsames Treffen und zwar am frühen Nachmittag. Der Grund, dass es so schwer ist, alle drei an einen Tisch zu bekommen, ist nicht nur die Berufstätigkeit, sondern das persönliche Engagement für den Nächsten und die Vereine. Außerdem fordert aller Liebling, Familienhund Erwin, auch noch seine Spaziergänge, Haus und Garten brauchen ebenso Zeit.

Blick auf die einzelnen Nowackis: Vorgeschlagen zum „Mensch 2012“ wurde die ganze Familie Nowacki. Daher muss ersteinmal erkundet werden, was jeder Einzeln so macht und was sie miteinander für andere tun.

Fred Nowacki war schon immer aktiv, auch als er noch als Krankenpfleger auf der Intensivstation arbeitete. Neben diversen Tätigkeiten beim DRK Ortsverband Altenmedingen, bei dem er in der Sketchgruppe, Bastelgruppe und als Helfer beim Blutspenden mitwirkt, gilt sein Hauptengagement seiner Tätigkeit als Verkehrsreferent des ADAC Ortsclubs Bad Bevensen, neben der Vorstandstätigkeit. Seine Fürsorge gilt den Kindern und ihrer Sicherheit im Straßenverkehr. Für die Erstklässler besorgt er ADAC-Sicherheitswesten und übergibt diese mit erklärenden Worten. Als Verkehrsreferent organisiert er über zwölf Jugendfahrradturniere an über zwölf Grundschulen im Landkreis und führt diese mit einem zuverlässigen Helferteam an seiner Seite durch. Nebenbei ist er auch Ortsvertrauensmann des SOVD Bad Bevensen für Secklendorf, bringt den Sportplatz des TSV-Altenmedingen im Frühjahr und Herbst auf Vordermann und hilft als Mitglied des TSV Weste mit, wenn Arbeit ansteht.

Siegrid Nowacki, die halbtags als Krankenschwester in Uelzen arbeitet, ist für den TSV und DRK Altenmedingen eine feste, zuverlässige Instanz. Ihr liegt Bewegung am Herzen. Seit zehn Jahren ist sie Übungsleiterin und vor allem Vorbild und Botschafterin für das Walking und Nordic Walking. Da bringt sie viele Menschen in Gang. Als Streckenplanerin der Gemeinde Altenmedingen hat sie gewirkt. „Drei Strecken für den Nordic Walking&Fitness-Park Lüneburger Heide habe ich erarbeitet, woraus sich zwei Rundkurse entwickelten“, so Siegrid Nowacki im Rückblick. Lange war sie Beisitzerin im Vorstand des Landfrauenvereins Himbergen und Frauenwartin. Und beim DRK? Siegrid Nowacki: „Ortsvertrauensfrau für mehrere Orte sowie für auswärtige Mitglieder. Ich besuche dort in den Dörfern ältere Mitbürger ab 80 Jahren mehrmals im Jahr und bin Beisitzerin der Gemeinde.“ Fehlt noch was? „Ach ja, ich trage Gemeindebriefe der Kirchengemeinde Bevensen aus und beginne jetzt den Besuchsdienst der ab 80-Jährigen in Secklendorf.“

Bianca Nowacki ist Ergotherapeutin in Harburg, lebt unten im Haus ihrer Eltern in Secklendorf. „Viel Zeit verbringe ich ehrenamtlich am Schreibtisch, genauer gesagt am Computer“, beginnt sie ihre Antwort auf die Frage nach ihrem ehrenamtlichen Tun. Sie erstellt und pflegt Homepages für diverse Vereine. Beim TSV Altenmedingen etwa, wo sie auch Übungsleiterin für Nordic Walking ist und Sportabzeichen abnimmt. Wie auch ihr Vater hilft sie im Frühjahr und Herbst das Sportplatzgelände mit auf Vordermann zu bringen. Auch für den ADAC Ortsclub Bad Bevensen und den Sommermarkt Altenmedingen leistet sie diese Form der Öffentlichkeitsarbeit. Natürlich auch für den DRK Ortsverein Altenmedingen. „Da helfe ich auch beim Blutspenden und lasse mich regelmäßig abzapfen.“

Das Bild der Familie hat sich komplettiert. Alle sind in den Dörfern vertraut. Alle sind für den TSV Altenmedingen und das DRK aktiv. Bleibt da überhaupt Zeit für das Familienleben. Spontan lächeln alle drei. „Klar doch“, meint Fred Nowacki und holt ein Programmheft vom „Feuerwerk der Turnkunst“. „Da waren wir zusammen am Wochenende. Einfach klasse.“ Ob sich das Lob auf das Turnfest oder das gemeinsam erlebte Ereignis bezieht, was Siegrid und Bianca gleichzeit abnicken, ist unklar. Aber eins ist klar: Diese Familie ist klasse und hat vorbildliche Klasse im freiwilligen Wirken für andere Menschen. Ein Stückchen Grundlage liegt da sicherlich in ihren Helferberufen.

Von Ute Bautsch-Ludolfs

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