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Bei Bombenfund: 1000-Meter-Evakuierungsradius in Uelzen – diese Straßen sind betroffen

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Evakuierungsradius bei bestätigten Bombenfund der Stadt Uelzen.
Die Hansestadt Uelzen plant derzeit mit einem Evakuierungsradius bis zu 1.000 Meter. © Hansestadt Uelzen

Die Stadt Uelzen ist auf alles vorbereitet bei der wahrscheinlich größten Evakuierung in der Geschichte Uelzens. Hier die wichtigsten Informationen:

Uelzen. Drei Verdachtspunkte zu Kampfmitteln nahe des Uelzener Bahnhofs werden dieses Wochenende (28./29. Januar) genauer untersucht. Menschen, die im nahen Umfeld wohnen oder arbeiten, könnten von einer Evakuierung betroffen sein. Diese würde am Samstag, 29. Januar, ab 9 Uhr starten. Wie muss ich mich im Fall einer Evakuierung verhalten? Wo werde ich untergebracht? Die wichtigsten Antworten der Stadt Uelzen finden Sie in diesem Artikel. Betroffene können sich auch an das Bürgertelefon unter 0581 800 6213 (täglich 10 bis 18 Uhr) wenden. (Quelle: Hansestadt Uelzen)

Evakuierungsradius / Straßenverzeichnis (Quelle: Hansestadt Uelzen)

Die Hansestadt Uelzen plant derzeit mit einem Evakuierungsradius bis zu 1.000 Meter. Ob und in welchem Umfang evakuiert werden muss, steht voraussichtlich am frühen Samstagmorgen, 29. Januar, fest.

Hier geht es zu einer Übersicht des Straßenverzeichnisses.

Betreuungsstellen bei Evakuierung (Quelle: Hansestadt Uelzen)

Falls Sie im Fall einer Evakuierung nicht bei Verwandten oder Bekannten unterkommen können, würden nach derzeitigem Stand folgende Betreuungsstellen eingerichtet:

Aula und Turnhalle der Sternschule
Hagenskamp 6 / Uelzen
 
Sporthalle Herzog-Ernst-Gymnasium
Albertstraße 41 / Uelzen

Corona-Erkrankte werden gesondert untergebracht. Wo genau, wird derzeit noch mit dem Gesundheitsamt abgestimmt. Betroffene Personen wenden sich an das Bürgertelefon: 0581 800 6213

Wichtige Informationen bei Bombenfund / FAQ (Quelle: Hansestadt Uelzen)

Welche Gefahr geht von Bombenblindgängern aus?

Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg stellen nach wie vor eine erhebliche Gefahr dar. Viele liegen noch unentdeckt im Boden und werden z. B. im Rahmen von Sondierungen für Baustellen oder bei Bauarbeiten gefunden. Die Sprengkörper von Bombenblindgängern sind immer noch intakt und werden zum Teil durch die Alterung empfindlicher. Äußere Einflüsse wie Erschütterungen, Lageänderungen oder Temperaturschwankungen können dazu führen, dass sie explodieren. Dies ist ein lebensgefährliches Risiko. Bei einem Bombenfund müssen unverzüglich Maßnahmen eingeleitet werden, um diese schnellstmöglich zu beseitigen. Vor Ort entscheidet der Sprengmeister, ob die Bombe entschärft oder gesprengt wird und wie groß der Sicherheitsradius sein muss.

Was bedeutet der Sicherheitsradius?

Der Sicherheitsradius beschreibt das Gebiet, in dem kein Aufenthalt mehr erlaubt ist. Alle Straßen und Zufahrtswege zum Bereich des Sicherheitsradius werden für die Dauer der Entschärfung / Sprengung gesperrt. Busse und Bahnen dürfen während dieser Sperrung nicht im Sicherheitsradius fahren.

Warum muss ich meine Wohnung verlassen?

Wenn Sie sich im Sicherheitsradius befinden, müssen Sie evakuiert werden bzw. diesen verlassen. Dies ist notwendig, da von Bombenblindgängern eine große Gefahr ausgeht. Grundsätzlich handelt es sich hier um noch zündfähige Sprengkörper. Um jeglichen Schaden an Leib und Leben der Bevölkerung auszuschließen, dürfen Sie sich zu Ihrer eigenen Sicherheit nicht in der Nähe der Bombe, dem „inneren Kreis“, aufhalten. Die Gefahrenabwehrbehörde ist verpflichtet, alle Personen aus diesem Bereich zu evakuieren und kann erst dann mit der Entschärfung / Sprengung beginnen. Den Anweisungen der Ordnungskräfte Folge zu leisten ermöglicht und beschleunigt die Arbeit des Kampfmittelräumdienstes. Es kann ein Ordnungsgeld verhängt werden.

Wann muss ich meine Wohnung verlassen?

Im Fall eines Bombenfunds voraussichtlich am Samstag, 29. Januar, ab 9 Uhr: Sie werden bereits kurz nach dem Fund einer Bombe durch Lautsprecherdurchsagen und über Medien informiert. Stellen Sie sich darauf ein, Ihre Wohnung oder Ihren Arbeitsplatz in Kürze verlassen zu müssen: Feuerwehr und weitere Ordnungskräfte werden Sie zu gegebener Zeit dazu auffordern. Sollten Sie sich außerhalb der Sperrung befinden, kommen Sie während der Entschärfung / Sprengung nicht mehr zu Ihrer Wohnung oder Arbeitsstelle.

Wie lange muss ich meine Wohnung verlassen?

Wie lange der Kampfmittelräumdienst für den Einsatz benötigt, kann vorab nicht genau gesagt werden. Wir rechnen jedoch bis ca. 18 Uhr am Samstag, 29. Januar. Die Entschärfung / Sprengung muss sorgfältig geplant und präzise durchgeführt werden. Zwar sind der jeweilige Sprengmeister und sein Team Experten auf ihrem Gebiet, jedoch machen die lokalen Gegebenheiten jede Entschärfung / Sprengung einzigartig. Hier geht präzises Arbeiten vor Geschwindigkeit. Umso wichtiger ist es, dass den Anweisungen der Ordnungskräfte Folge geleistet wird, damit die Arbeiten so früh wie möglich beginnen können.

Es kann zu einem mehrstündigen Aufenthalt außerhalb Ihrer Wohnung kommen. Genaue Zeitangaben sind generell vorher aber nicht möglich. Sie werden in den Betreuungsstellen und über die unten genannten Informationswege über die Beendigung der Evakuierung informiert. 

Ich habe keine Möglichkeit, während der Entschärfung bei Angehörigen oder Freunden unterzukommen: Wo kann ich bleiben?

Für den Zeitraum der Entschärfung / Sprengung richtet die Hansestadt Betreuungsstellen ein, in der Sie sich aufhalten können. Für Verpflegung ist dort gesorgt. Sollten Sie oder Familienmitglieder aber auf spezielle Nahrung angewiesen sein oder Medikamente benötigen (Allergiker, Babynahrung etc.), bringen Sie diese Verpflegung bitte mit. Nehmen Sie persönliche Dokumente wie Personalausweis mit.

Was tue ich, wenn ich meine Wohnung nicht eigenständig verlassen kann?

Pflege- oder hilfebedürftige Personen können über den Hausnotruf ermittelt und kontaktiert werden. Informieren Sie Einsatzkräfte vor Ort über Ihren oder den Zustand von Familienmitgliedern oder Nachbarn. Hilfsbedürftige Personen können auch über das Bürgertelefon 0581 800 6213 gemeldet werden, die dann von den Rettungsdiensten evakuiert und zur Betreuungsstelle oder in ein Krankenhaus gebracht werden.

Ich bin in Corona-Quarantäne. Was mache ich?

Corona-Erkrankte werden gesondert untergebracht. Wo genau, wird derzeit noch mit dem Gesundheitsamt abgestimmt. Betroffene Personen wenden sich an das Bürgertelefon: 0581 800 6213

Was passiert mit Haustieren?

Organsieren Sie nach Möglichkeit selbst eine Unterbringung. Wenn Ihnen dies nicht möglich ist. können Sie Ihr Haustier in einer Transportbox in die Betreuungsstelle mitbringen. Denke Sie bitte auch an Tiernahrung. Sollten Sie nicht mehr in den Sicherheitsradius gelangen, können Sie keine Haustiere mehr aus Ihrer Wohnung holen. Es werden in diesen Fällen keine Ausnahmen gemacht.

Darf man auf eigene Gefahr zuhause bleiben?

Nein, der betroffene Sicherheitsradius muss evakuiert werden.

Wie wird sichergestellt, dass sich während der Evakuierung niemand im Sicherheitsradius aufhält?

Die Feuerwehr, Polizei und weitere Rettungsorganisationen werden im Einsatz sein. Nach Abschluss der Evakuierung wird noch einmal überprüft, ob auch wirklich niemand zurückbleibt.

Wer nimmt eine Entschärfung von Blindgängern vor?

Spezialkräfte vom Kampfmittelräumdienst

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