Café Harder: Streit um Grabungskosten / Makler sucht Käufer im Internet

Ein Fall für Gericht und Ebay

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Zahnlücke inmitten der Straßenzeile: Das Café Harder ist seit 2011 eine Baugrube, der Neubau ist noch ungewiss.

Uelzen. Das Grundstück vom ehemaligen Café Harder ist Mittelpunkt eines Rechtsstreits vor dem Landgericht Lüneburg.

In dem laufenden Verfahren klagt das Unternehmen Archaeofirm aus Isernhagen gegen die Grundstückseigentümerin Renate Kynder-Gräfin von Walderdorff, weil Zahlungen für die archäologischen Grabungen im Sommer 2012 an der Veerßer Straße ausgeblieben sind. Eine Entscheidung ist für den 20. Februar vorgesehen.

Das Grundstück selbst wird unterdessen zum Kauf angeboten. Ein Berliner Maklerbüro sucht einen Investor, der es für 328 000 Euro samt Neubau-Plänen, Baugenehmigungen und Mietvertrag für eine Modekette kauft. Im Internetportal Ebay werden Pläne und Fotos präsentiert, ebenso auf der Seite von Immonet. Demnach könnte das Erdgeschoss für ein Modegeschäft genutzt werden, in den Obergeschossen könnten Büros und Wohnungen entstehen.

Dass auf diese Weise ein Käufer gesucht wird, ist dem Berater und Ehemann der Grundstückseigentümerin aus Berlin, Friedrich Kynder, nach eigener Aussage nicht bekannt. Er habe weder den Verkauf in Auftrag gegeben noch bestehe ein aktueller Mietvertrag. Die Textilkette soll zwar mit der Eigentümerin im Vorfeld vertraglich vereinbart haben, dass sie in den Neubau auf dem Platz des Café Harder einziehe, aber: „Der Vertrag ist abgelaufen und der Interessent weigert sich, ihn zu verlängern“, sagt Kynder, „weil es ihm zu lange dauert.“ Wenn der Interessent abspringe, „dann bau ich nicht“, sagt Mann der Eigentümerin. Im Herbst 2012 hatte er noch auf AZ-Nachfrage erklärt, der potenzielle Mieter sollte in diesem Frühjahr im Neubau einziehen können. [...]

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Von Diane Baatani

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