„Man hat einfach mehr Erfahrung“

Fahrlehrerverband: Uelzener Kreisvorsitzender begrüßt Führerschein mit 16 Jahren

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Das Land Niedersachsen will den Führerschein mit 16 Jahren einführen, sobald die EU-Führerscheinrichtlinie geändert ist. Dann ist begleitetes Fahren mit 16 Jahren erlaubt.

Uelzen/Landkreis – Mit 16 Jahren hinters Steuer. Niedersachsens Verkehrsminister Bernd Althusmann hatte beim Verkehrsgerichtstag in Goslar angekündigt, dass das begleitete Fahren mit 16 vom Land eingeführt wird, sobald die EU-Führerscheinrichtlinie geändert wird.

Markus Fetthauer, Kreisvorsitzender des Fahrlehrerverbandes, begrüßt die Ankündigung der Landesregierung ausdrücklich.

„Grundsätzlich ist das begleitete Fahren mit 17 ein großer Erfolg“, sagt er. Die Fahranfänger hätten in der Regel mehr Kilometer mit dem Auto zurückgelegt und so mehr Erfahrung, bevor sie allein mit dem Auto unterwegs sind.

„Wenn sie schon mit 16 unter Begleitung unterwegs sind, hätten sie noch mehr Fahrpraxis. Und dadurch kann es nur noch besser werden“, glaubt Fetthauer. Fahrschüler seien zwar voll ausgebildet, aber die Erfahrung, die man im Straßenverkehr mache, sei immens wichtig – und die liefere eben das begleitete Fahren. „Man hat einfach mehr Erfahrung, wenn man das erste Mal allein mit dem Auto unterwegs ist“, meint er.

Aber die Änderung bietet laut dem Kreisvorsitzenden des Fahrlehrerverbandes noch weitere Vorteile. „Der schulische Druck wäre nicht da. Bisher machen viele ihren Führerschein, wenn sie kurz vor dem Schulabschluss stehen oder mitten in der Berufsausbildung sind.“ Die Fahrschüler könnten sich dann in aller Ruhe auf den Führerschein konzentrieren und anschließend voll auf die Schule.

Ein weiterer Vorteil sei aber auch finanzieller Natur. Da man ein zusätzliches Jahr mit dem Auto unterwegs sei, könne auch die Versicherung mit 18 Jahren günstiger werden, da man anders eingestuft werde.

Wichtig beim begleiteten Fahren sei vor allem, dass die Begleitpersonen ruhig sind und nicht andauernd dazwischenreden. „Es ist wichtig, ruhig miteinander zu reden. Das bringt etwas“, betont Fetthauer.

VON LARS LOHMANN

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