Trotz geringer Auslastung: Bus und Bahn planen keine Einschränkungen

Fahrgäste in Uelzen müssen nicht bangen

Derzeit beträgt die Auslastung des Metronoms nur 40 bis 50 Prozent. Fahrplaneinschränkungen sind aber kein Thema.
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Derzeit beträgt die Auslastung des Metronoms nur 40 bis 50 Prozent. Fahrplaneinschränkungen sind aber kein Thema.

Uelzen – Leere Züge und Busse, wenn es nicht gerade um Schulverkehre geht: Sie sind Sinnbild für den erneuten Lockdown. Die Menschen bleiben vermehrt zu Hause, auf Reisen wird zu großen Teilen verzichtet.

„Der Freizeit- und Einkaufsverkehr ist deutlich zurückgegangen“, sagt Dirk Altwig von der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG).

„Die Auslastung der Fernverkehrszüge liegt aktuell bei rund 20 Prozent“, berichtet auch eine Sprecherin der Deutschen Bahn auf AZ-Nachfrage. Für den Kreis Uelzen liegen keine konkreten Zahlen vor. Trotz der geringen Auslastung seien aber keine Einschränkungen im Fahrplan zu befürchten. „Diese Anforderung resultiert vor allem aus der Fortführung des Schulunterrichts sowie des Offenhaltens des Einzelhandels und der Wirtschaftsbetriebe“, so die Sprecherin.

Auch die hiesige Eisenbahngesellschaft Metronom bedient weiterhin den vollen Plan. „Wie beim ersten Lockdown werden wir soweit wie möglich das ganze Fahrplanprogramm aufrechterhalten“, betont Björn Pamperin, Sprecher des Unternehmens. „Und wenn wir nur eine einzige Krankenschwester zum Dienst fahren, dann werden wir das tun.“

Derzeit liege die Auslastung der Metronom-Züge bei rund 40 bis 50 Prozent. Dafür sind pro Zug drei statt wie üblich zwei Fahrgastbetreuer im Einsatz, und auch eine mobile Reinigung der Züge findet nach wie vor statt. In den Zügen bestehe daher kein erhöhtes Infektionsrisiko, betont Pamperin.

Unter Zugzwang, den vollen Fahrplan zu bedienen, weil die Bahn das ebenfalls tut, sieht Pamperin den Metronom nicht. „Um Konkurrenz geht es überhaupt nicht“, sagt der Sprecher. Der Fokus liege vielmehr auf den Fahrgästen, zumal es mit der Bahn ohnehin nur wenige Überschneidungen auf den Strecken gebe.

Franziska Albrecht, Stadtwerke Uelzen.

Doch auch im Busverkehr ist ein Rückgang der Fahrgäste zu beobachten – wenn auch nicht ganz so deutlich wie auf der Schiene. „Im Vergleich zur ersten Welle verzeichnen wir in der zweiten Lockdown-Phase mehr Fahrgäste und liegen aktuell bei einer Auslastung nach geschätzter Hochrechnung von 70 bis 80 Prozent im Vergleich zum Normalbetrieb vor Corona“, teilt Franziska Albrecht von den Uelzener Stadtwerken mit, die für den städtischen Busverkehr verantwortlich sind. Zum Vergleich: Mitte März waren die Fahrgastzahlen um etwa die Hälfte gesunken.

Eine Einschränkung des Fahrplans steht daher auch bei den Stadtwerken nicht zur Diskussion, „da wir das Angebot mit genügend Platz zur Einhaltung der Abstandsregelungen aufrechterhalten möchten“, betont Albrecht. Dies könne sich jedoch jederzeit gemessen an der Corona-Lage und den politischen Vorgaben ändern.

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