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Fäkalien im Briefkasten – Mehr als 30 Taten: Uelzener steht vor Gericht

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In den Briefkasten des Gerichts warf der Angeklagte mit Kot beschmierte Briefe und auch Fäkalien.
In den Briefkasten des Gerichts warf der Angeklagte mit Kot beschmierte Briefe und auch Fäkalien. © AZ

Uelzen – Er soll einen Radfahrer geschubst, sich auf einen Richter geworfen, Uelzens Landrat Dr. Heiko Blume unter anderem als „Nazi-schwein“ bezeichnet sowie mehrfach mit Kot beschmierte Briefe oder auch Fäkalien in den Briefkasten des Amtsgerichtes Uelzen geworfen haben.

In Summe verhandelt das Amtsgericht seit Donnerstag, 25. August 2022, mehr als 30 Straftaten, für die ein der Polizei und Justiz bekannter Uelzener verantwortlich sein soll.

Zum Auftakt hat das Gericht einen Sachverständigen sowie zehn Zeugen geladen, darunter auch Heiko Blume, der Strafanträge gegen den Uelzener stellte, weil dieser E-Mails mit beleidigendem Inhalt an ihn verschickte.

Bedienstete des Amtsgerichtes schildern im Zeugenstand, wie sie mehrfach unter einem Würge- und Brechreiz den Briefkasten der Behörde leeren und reinigen mussten, weil sie dort Fäkalien entdeckten sowie Briefe mit Kot-Anhaftungen.

Der Uelzener räumt vor Gericht ein, die E-Mails mit Beleidigungen verfasst zu haben, als auch für die Exkremente im Briefkasten verantwortlich zu sein. Er habe aus Verzweiflung gehandelt, angesichts dessen, was ihm Justiz und Behörden antun würden. Wörtlich sagt der Angeklagte unter anderem: „Ich werde kackfrech vom Landkreis verarscht.“ Die genauen Hintergründe für die beleidigenden Mails bleiben unklar, erschließen lässt sich aus Einlassungen, dass es wohl einen Führerschein-Entzug gegeben haben muss.

Für den Prozess sind weitere Verhandlungstage angesetzt.

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