Landkreis und Agentur beleuchten Wirtschaftsstruktur und Arbeitsmarktlage

Der fähige Nachwuchs fehlt

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Uelzen/Landkreis. Zu einem Informationsaustausch und einer anschließenden gemeinsamen Rundfahrt durch den Landkreis Uelzen haben sich jetzt Mitarbeiter der Kreisverwaltung – an deren Spitze Landrat Dr.

Heiko Blume – mit dem kommissarischen Vorsitzenden der Geschäftsführung der Uelzener Agentur für Arbeit, Bernd Passier, getroffen. Auch der Sozialdezernent des Landkreises, Lothar Heinisch, und der Leiter des Sozialamtes, Werner Marienfeld, sowie Wirtschaftsförderer Eberhard Gottschlich waren mit von der Partie.

Gottschlich stellte in diesem Rahmen nicht nur detailliert die Wirtschaftsstruktur des Landkreises Uelzen mit ihren Schwerpunkten Gesundheitswirtschaft und Ernährungssektor dar, sondern schilderte auch die derzeitige Situation auf dem hiesigen Arbeitsmarkt aus Sicht der Wirtschaftsförderung „Uelzen aktiv“. Deutliche Botschaft des Wirtschaftsförderers: Die heimische Wirtschaft verzeichne deutlich Probleme, qualifizierten Nachwuchs zu finden, unter anderem auch für die Handwerksberufe.

Bernd Passier betonte, dass die Berufsberatung der Arbeitsagentur mit vielfältigen Maßnahmen und Aktionen den Übergang von der Schule in den Beruf unterstütze. „Eine ganz praktische Orientierungshilfe für Jugendliche bietet unter anderem die jährliche Ausbildungsbörse, auf der auch das Handwerk vertreten ist.“ Darüber hinaus würden gezielt Projekte für lebenserfahrene Arbeitsuchende initiiert, um dem Fachkräftebedarf zu begegnen. Ein Beispiel dafür sei das Programm „Reife Leistung!“.

Blume verwies vor diesem Hintergrund auf die jüngst vom Kreistag beschlossenen strategischen Ziele des Landkreises: „Das Thema Bildung wird eines der zentralen Themen der nächsten Jahre sein.“

Erörtert wurden auch weitere wichtige Bereiche, die für den Landkreis Uelzen als Wirtschaftstandort und für den hiesigen Arbeitsmarkt von Bedeutung sind. So diskutierten die Teilnehmer dieses Austauschs zum Beispiel ausführlich über die Themenkomplexe „Ausbildung junger Menschen“, aber auch über die Wiedereingliederung älterer Arbeitnehmer. Natürlich waren auch die konkreten Auswirkungen des demografischen Wandels auf dem Arbeitsmarkt Thema, und nicht zuletzt wurde über Mobilität im Allgemeinen und die Bedeutung der geplanten A 39 im Speziellen diskutiert.

Im Anschluss an die Gesprächsrunde im Kreishaus stand dann noch eine kurze Rundfahrt durch den Landkreis Uelzen auf dem Programm. In diesem Rahmen wurden unter anderem Uelzener Gewerbegebiete sowie die Kur- und Krankenhauskulisse in Bad Bevensen besichtigt.

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