Ex-Kandidaten bei Liberalen

Sie wollten Uelzens Rathauschefs werden: Grunert und Teppe im Kreisvorstand

+
Als Kandidat aus Sömmerda wollte Horst Grunert (2.v.l.) ins Uelzener Rathaus einziehen. Jetzt er Rainer Fabels (2.v.r.) Stellvertreter.

Uelzen/Landkreis. Von der Regierungsbank ins Nirwana: Auf Bundesebene war es nach dem Ausscheiden aus dem Bundestag lange nicht gut bestellt um die Freidemokraten – bei den Kommunalwahlen in Niedersachsen im Herbst wollen sie punkten.

Für den Landkreis hat sich die FDP nun personell für den Urnengang gerüstet. Der Kreisverband kann auf zwei frühere Bewerber für das Amt des Uelzener Bürgermeisters zurückgreifen: Horst Grunert und Christian Teppe.

Der 57-jährige Horst Grunert aus dem thüringischen Sömmerda wollte im Frühjahr 2014 als „Mann mit dem Blick von außen“ ins Rathaus einziehen. Er sprach sich für eine Stadthalle, ein lebendiges Vereinsleben und eine moderne Verwaltung aus – bei der Wahl gaben 480 Uelzener ihre Stimmen für ihn ab; mit den 3,46 Prozent scheiterte er an seinen Mitbewerbern und erklärte nach der Niederlage, dass es an Fairness im Wahlkampf gefehlt habe. Inzwischen sind die Töne wieder versöhnlicher: Grunert will nach eigenem Bekunden nach Uelzen ziehen, sich auch als Kandidat bei der Kommunalwahl aufstellen lassen. Beim Kreisparteitag der FDP wurde er zum Stellvertreter des Vorsitzenden Rainer Fabel gewählt. Uelzen, so sagt Grunert der AZ, sei für ihn eine zweite Heimat geworden – nicht nur im politischen Sinne.

Bei den Kreis-Liberalen engagiert sich nun auch Christian Teppe. Er wurde beim Parteitag zum Beisitzer des Kreisvorstandes gewählt. Als langjähriger Spitzenmann der CDU wollte er, wie Grunert im vorletzten Jahr, 2006 Bürgermeister der Uhlenköperstadt werden. Beim Urnengang erhielt er 24,4 Prozent und landete hinter Otto Lukat (SPD/69,9 Prozent) auf Platz 2.

Die FDP hat sich Ziele für die Kommunalwahl gesetzt: Im Kreistag will sie, wie Rainer Fabel sagt, ab Herbst mindestens Fraktionsstärke erlangen – drei Sitze sind dafür nötig. In der jetzigen Legislaturperiode ist Fabel das einzige FDP-Mitglied. Auch in möglichst vielen Orts-, Stadt- und Gemeinderäten wolle man vertreten sein, so Fabel. Nachdem sich die Liberalen personell aufgestellt haben, werde nun das Programm angepackt.

Von Norman Reuter

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare