Bericht 2016: Menschenrettung, Schneechaos und Silobrand

Etliche Einsätze mehr für Uelzener Wehr

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Im November sorgte heftiger Schneefall für ein Verkehrschaos in Stadt und Landkreis. Wie im Uelzener Stadtwald (Foto) brachen überall Äste ab oder stürzten Bäume um.

Uelzen. Das Jahr war nicht ohne für die Uelzener Feuerwehr: Mit einer spektakulären Rettungsaktion begann 2016, zum Ende hin hielten ein hartnäckiger Brand und ein unerwarteter Wintereinbruch Anfang November die Mitglieder der Schwerpunktwehr auf Trab.

All das kam am Freitag bei der 150. Generalversammlung der Retter zur Sprache.

Bei der 150. Generalversammlung der Uelzener Feuerwehr wurden am vergangenen Freitag zahlreiche Mitglieder befördert und geehrt.

Die Tagesordnung geriet für Ortsbrandmeister Reiner Seidel zur Punktlandung. Zumal der Ortsbrandmeister vor seinen Feuerwehrkollegen darauf hinweisen konnte, dass die Wehr im Laufe des Jahres einen neuen Kommandowagen und einen neuen Rüstwagen bekommt. Den SUV macht der Förderverein nach jahrelangem Sparen mit einer Spende über 45 000 Euro möglich. Und der 18-Tonner Rüstwagen wird als Ersatzbeschaffung voraussichtlich im Herbst in Dienst gestellt.

In seinem Jahresbericht hob Seidel0 die drei spektakulärsten Einsätze im abgelaufenen Jahr hervor: die Rettung eines fast Verschütteten in einem Getreidesilo in Kirchweyhe am 7. Januar; den Brand in einem Silo im Uelzener Hafen am 6. November; und die etlichen bei der „Schneekatastrophe“ mit einem kreisweiten Vollalarm (über 400 Einsätze im Landkreis Uelzen) am 8. November. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 341 Einsätze gezählt. Darunter 97 Brandeinsätze – immerhin 71 Einsätze mehr als noch 2015.

Anfang des vergangenen Jahres rettete die Uelzener Feuerwehr einen Mann aus einem Getreidesilo in Kirchweyhe.

Die Gäste, unter ihnen der CDU-Landtagsabgeordnete Jörg Hillmer, Propst Jörg Hagen, Ralf Munstermann für die Polizei Uelzen und Volker Leddin, Leiter des Ordnungsamtes der Stadt, lobten mit viel Respekt die Einsätze der Wehr. Munstermann nannte das Verhältnis von Polizei und Feuerwehr in Uelzen beinahe „familiär“. Und Leddin, der den erkrankten Bürgermeister Jürgen Markwardt vertrat, sah bei seinem Grußwort die Formel „gemeinsam sind wir stark“ als erfüllt an. Politik, Verwaltung, Feuerwehr, Polizei und DRK müssten weiter in eine Richtung gehen.

Befördert wurden: Michael Bense, Sandra Podzesny, Rene Werner, Arne Wesemann, Kira Westphal (Feuerwehrfrau/-mann), Fabian Fleske (Oberfeuerwehrmann), Mike Müller (Hauptfeuerwehrmann) und Bernd Warnecke (1. Hauptfeuerwehrmann). 

Geehrt wurden: Daniel Anlauf, Marcus Daasch, Oliver Jahn, Marco Lange (jeweils 25 Jahre bei der Wehr), Uwe Jäkel (40 Jahre) und Ernst Kröger (60 Jahre).

Von Christian Holzgreve

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