260 Injektionen bis zum Abend geplant

Neues Update: So lief Tag 1 im Uelzener Impfzentrum

Eingangsbereich des Impfzentrums in Uelzen
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Das Impfzentrum in Uelzen ist in Betrieb
  • Norman Reuter
    vonNorman Reuter
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Das Impfzentrum in Uelzen nimmt am heutigen Montag seinen Betrieb auf: Ab 8 Uhr erhalten Über-80-Jährige ihre Corona-Schutzinjektionen. 260 Impfungen sind bis heute Abend geplant. Die AZ begleitet die Eröffnung des Impfzentrums. Der Artikel wird fortlaufend aktualisiert.

  • Im Uelzener Impfzentrum am Schützenplatz werden nun Über-80-Jährige geimpft. Eine Warteliste wird abgearbeitet.
  • Bis zum Ende der Woche sind 1150 Impfungen geplant. Zum Auftakt sollen heute 260 Injektionen erfolgen.
  • Geimpft wird nur, wer einen festen Termin hat. Los geht es heute um 8 Uhr.

+++ Letztes Update, 19.15 Uhr, Hohe Impfbereitschaft in den Pflegeheimen +++

Nach der Kürze der Zeit lässt sich noch keine Aussage dazu treffen, wie hoch die Impfbereitschaft im Landkreis Uelzen ist. Christian Poschlod, beim Landkreis Uelzen für den Katastrophenschutz zuständig, kann aber berichten: "Die Impfbereitschaft in den Alten- und Pflegeheimen des Landkreises Uelzen war sehr hoch."

In den vergangenen Wochen haben mobile Impfteams Bewohner und Angestellte von Alten- und Pflegeheimen gegen das Coronavirus geimpft. 27 Heime gibt es im Landkreis Uelzen. Seit dem heutigen Montag läuft nun die Impfung der Über-80-Jährigen, die zuhause leben. Zu diesem Zweck hat das Uelzener Impfzentrum an der Straße "An der Zuckerfabrik" geöffnet. Bereits in den vergangenen Tagen erhielten Ärzte und Personal von ambulanten Pflegediensten dort eine Injektion.

Das Impfzentrum Uelzen verfügt über vier sogenannte Impfstraßen. "Wenn der Betrieb läuft, ist vorgesehen, pro Straße bis zu 20 Impfungen pro Stunde vorzunehmen", sagt die Leiterin des Impfzentrums, Thekla Meierhoff.

Am heutigen ersten Tag des offiziellen Betriebs waren 260 Impfungen vorgesehen. Wie der Tag verlief, das lesen Sie morgen auch in der Printausgabe der AZ sowie im E-Paper. Dieser Online-Artikel wird nicht weiter aktualisiert.

+++ Update, 17.15 Uhr, Kita-Kinder sorgen für bunte Tupfer +++

Bilder von Kita-Kindern machen das Impfzentrum etwas bunter. Für den Aufbau der Impfstraßen, vier gibt es, sind Wände zum Einsatz gekommen, die sonst im Messebau verwendet werden. Mit den aufgehängten Bildern ist nicht mehr ganz so viel Weiß zu sehen. Die Impflinge kommen an den Bildern vorbei, wenn sie auf dem Weg zum Warteraum sind. 15 Minuten sollen die Impflinge nach der Injektion noch im Impfzentrum verweilen. Wie Thekla Meierhoff, Leiterin des Impfzentrums, erklärt, haben Kinder in DRK-Kitas die Bilder gemalt.

Kita-Kinder haben Bilder fürs Impfzentrum gemalt

+++ Update, 14.15 Uhr, Landrat und DRK äußern sich +++

Manche Fahren mit dem Auto die Auffahrt zur Stadthalle hoch, andere kommen zu Fuß. Der Impfbetrieb läuft. Bei einem Pressetermin heute Mittag sagte Uelzens Landrat Dr. Heiko Blume: „Ich freue mich, dass nun auch unser Impfzentrum an den Start gegangen ist, um zunächst die Über-80-Jährigen aus den beiden Landkreisen gegen das Coronavirus zu impfen.“ Blume bedankte sich bei allen Beteiligten, die zum Aufbau des Impfzentrums beigetragen haben.

Die Ärzte stellt das Land. Das DRK stellt medizinisches Personal und ist mit dem medizinischen Betrieb beauftragt. „Es ist eine der ureigensten Aufgaben des Deutschen Roten Kreuzes für die Menschen da zu sein und so bei der Bewältigung der Pandemie zu helfen, sagt Tim Meierjoff, Vorstandsvorsitzender des Kreisverbandes. Als Rotes Kreuz sind wir bestrebt, Leben und Gesundheit zu schützen. Daher war es für uns keine Frage, den Betrieb des Impfzentrums Uelzen der Landkreise Uelzen und Lüchow-Dannenberg zu übernehmen.“

Bei Impfwilligen werden zunächst die Unterlagen gesichtet, es folgt ein Arzt-Gespräch, bevor es weitergeht in eine der Kabinen. Dort wird die Injektion gesetzt. 15 Minuten sollen die Impflinge anschließend im Impfzentrum verweilen.

Rundgang: Tim Meierhoff (li.), Heiko Blume und Jürgen Schulz (re.)

+++ Update, 9.45 Uhr: Die ersten Impfungen +++

Die Corona-Krise: Sie bedeutet Abstand halten. Auf Kontakte verzichten. Das setzt den Menschen zu. Die Impfungen sollen der Weg aus dieser Situation sein. Als erste Uelzener haben heute Morgen Gertrud und Otto Schultz aus Holdenstedt ihre Erst-Injektion erhalten. Hier warten Sie auf ihren Aufruf.

Gertrud und Otto Schultz aus Holdenstedt warten auf ihre Injektionen

+++ Update, 9 Uhr: Erreichbarkeit des Impfzentrums +++

Uelzen/Bad Bevensen – Die Stadtwerke Uelzen, zuständig für den städtischen Busverkehr, haben eine zusätzliche Haltestelle nahe des Impfzentrums eingerichtet. Sie wird ab heute angefahren, informiert das Unternehmen. Die Stadtwerke erklären, dass mit der neuen Haltestelle die Erreichbarkeit des Impfzentrums erleichtert werden soll. Der Haltepunkt der Linien 4 und 6 ist in den aktuellen Fahrplan auf Hin-und Rückfahrt integriert: Er befindet sich in der Straße „An der Zuckerfabrik”, kurz vor der Abzweigung „Am Schützenplatz“.

Für den städtischen Busverkehr gilt aktuell ein coronabedingter Notfahrplan. Er ist im Internet unter der Adresse www.stadtwerke-uelzen.de/Fahrplaene abzurufen.

Die Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf hat ihrerseits einen Fahrdienst zum Impfzentrum eingerichtet. Mitarbeiter, die sonst für die Bäder in der Samtgemeinde zuständig sind, übernehmen die Aufgabe. Informiert wurden die Über-80-Jährigen in der Samtgemeinde über den Service per Brief, der dem Schreiben des Landkreises Uelzen beigefügt war. Informationen und Anmeldung unter der Telefonnummer (05 8 21) 8 94 00.

Der Fahrdienst ist als Ergänzung gedacht, denn der Landkreis bietet für Pflegebedürftige und schwerbehinderte Personen einen Beförderungsschein zum Impfzentrum Uelzen an. Welche Unternehmen genutzt werden können, war ebenfalls einer Beilage des Impfbriefes zu entnehmen.

+++ Erstmeldung, Montag, 7.30 Uhr +++

Uelzen ‒ Vom heutigen Montag (8 Uhr) an erhalten Über-80-Jährige im Uelzener Impfzentrum ihre Corona-Schutzinjektionen. Geimpft wird aber nur mit fest vergebenen Terminen. Die Uelzener Kreisverwaltung erklärt auf AZ-Anfrage, dass zum Auftakt heute rund 260 Menschen eine Injektion erhalten sollen.

Zuletzt war nicht mit einer Eröffnung vor Anfang März gerechnet worden, weil zunächst Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sowie das Personal der Einrichtungen geimpft wurden und nicht ausreichend Impfstoff für weitere Personengruppen zur Verfügung stand. Nachdem sich aber Lieferungen stabilisierten und das Land weitere Impfdosen freigeben konnte, erfolgt nun die Eröffnung des Impfzentrums am heutigen Montag. Bis Ende der Woche sind nach Landkreis-Angaben rund 1 150 Impfungen geplant.

Nach Angaben des niedersächsischen Sozialministeriums kommen zunächst jene Über-80-Jährigen zum Zug, die sich auf eine Warteliste hatten eintragen lassen. Diese werde erst abgearbeitet. Eine direkte Buchung sei derzeit also nicht möglich, so ein Sprecher. Wie viele Menschen auf der Warteliste zu finden sind, vermochte er nicht zu sagen. In der vorletzten Woche sprach der Kreis Uelzen von etwa 2000 Menschen auf der Liste.

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