Erster Schweinegrippe-Fall

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Eine Grippe-Impfung, die jetzt vorgenommen wird, kann auch gegen die Erreger der so genannten Schweinegrippe helfen.

Uelzen/Landkreis - Von Bernd Schossadowski. Die so genannte Schweinegrippe hat jetzt auch den Landkreis Uelzen erreicht. Ein 20-jähriger Mann aus dem Kreisgebiet ist vor wenigen Tagen an der „Neuen Influenza“ erkrankt. Es ist kreisweit der erste Fall in diesem Winter, wie Gesundheitsamts-Leiter Dr. Gerhard Wermes jetzt auf AZ-Anfrage mitteilte. „Dem jungen Mann geht es den Umständen entsprechend“, berichtet Wermes. „Er ist in hausärztlicher Behandlung und kuriert sich derzeit zu Hause aus.“

Unabhängig von diesem Fall zeichnet sich laut Wermes eine Grippewelle im Kreis Uelzen ab. „Die Erkrankungshäufigkeit nimmt zu. Panik wäre aber völlig fehl am Platz“, sagt er vor dem Hintergrund, dass kürzlich ein 53-jähriger Mann im Kreis Soltau-Fallingbostel möglicherweise an der Schweinegrippe gestorben ist (AZ berichtete).

Wer in diesem Winter bereits gegen die saisonale Grippe geimpft wurde, hat dabei einen Vorteil: „Diese Impfung schützt, anders als im vergangenen Jahr, aufgrund ihrer Wirkstoff-Zusammensetzung auch gegen die Schweinegrippe“, erklärt der Gesundheitsamtsleiter. Zurzeit würden Influenza-Erkrankungen in etwa zwei Dritteln der Fälle vom Schweinegrippe-Erreger, dem Virus H1N1, ausgelöst. Beim restlichen Drittel handele es sich um Viren der saisonalen Grippe.

Trotz des fortgeschrittenen Winters rät Wermes weiterhin zu einer Grippe-Impfung. Sie biete den besten Schutz vor dieser Erkrankung. „Auch wenn die volle Wirkung erst nach etwa 14 Tagen einsetzt, ist es noch nicht zu spät für eine Impfung “, betont der Amtsarzt.

Allerdings müssen die meisten Krankenversicherten die Grippe-Impfung aus eigener Tasche zahlen. Die Kosten betragen etwa 20 Euro, eine Praxisgebühr wird jedoch nicht erhoben. Nur für Risikogruppen wie Kinder mit Vorerkrankungen, Schwangere, medizinisches Personal und Menschen über 60 Jahren übernehme die Krankenkasse die Kosten der Grippe-Impfung, so Wermes.

Vor einer Ansteckung kann nach seinen Worten auch regelmäßiges gründliches Händewaschen schützen, ebenso eine gesunde Ernährung und intensives Lüften von Räumen. „Außerdem sollte man viel trinken

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