Sind die Pläne am Herzogenplatz umsetzbar? Politik gibt Studie in Auftrag und bekommt Applaus

Erster Schritt zur Ilmenaustadt

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Der Uelzener Herzogenplatz soll Aufenthaltsqualität bekommen – der Architekt Karsten Alt plante ein Ilmenaubecken, Wasserspiele, eine neue Pflasterung sowie ein Haus an der Stadtmauer mit gastronomischem Angebot.

Uelzen. „Das ist einstimmig. “ Kaum war die nüchterne Feststellung von Stadtrat Karsten Jäkel im Ratssaal verklungen, brach Jubel und Applaus in den vollbesetzten Zuschauerreihen aus.

Die Uelzener Politik ist am Dienstagabend einen ersten Schritt gegangen, damit aus Uelzen die Ilmenaustadt Uelzen wird. Der Bauausschuss und der Ausschuss für Stadtentwicklung sprachen sich dafür aus, Pläne des Vereins Ilmenaustadt Uelzen für eine attraktivere Innenstadt hinsichtlich ihrer Machbarkeit in einer Studie beleuchten zu lassen.

Wie berichtet, hatte der Verein Ilmenaustadt Uelzen vom Wrestedter Architekten Karsten Alt, der in China arbeitet und lebt, ein Konzept für den Herzogenplatz erarbeiten lassen. Darin würde die Ilmenau besser in das Stadtbild eingebunden werden. Herausgekommen ist – wie Stefan Thieme von der Ilmenaustadt Uelzen bei der Vorstellung der Pläne sagte – ein Platz, zu dem nicht nur Uelzener gerne kommen, sondern der auch Urlauber in die Innenstadt locke. Aufenthaltsqualität soll der Herzogenplatz durch ein gestautes Ilmenaubecken mit angrenzenden Liegeflächen, durch Wasserspiele und ein Gebäude an der Stadtmauer mit gastromischem Angeboten bekommen. Einwohner wollten wissen, was aus der heutigen Mühlenstraße wird? Thieme erläuterte, dass sie verkehrsberuhigt wieder an dem Rathaus vorbeigeführt würde. Und was kostet das Ganze? Zahlen nannte weder Stefan Thieme noch Matthias Untz von der Ilmenaustadt. Letzterer verwies darauf, dass bei dem Vorhaben städtische Flächen verkauft werden könnten, auf denen dann Wohnbebauung entstehen könnte. Im Idealfall ließen sich mit den Erlösen die Ausgaben decken.

Neu vorgestellt wurde am Dienstag eine Idee zur Anbindung des Marktcenters, die sich mit Hilfe eines Kreisels am Knotenpunkt Veerßer Straße und Fritz-Röver-Straße realisieren lasse. Zusätzlich könnte mit einer Pflasterung der Straße „die Innenstadt näher an das Marktcenter herangeholt werden“, so Thieme, der auch deutlich machte, dass die Ilmenaustadt sich nicht für Diskussionen zu Anpassungen hergebe. Abstriche will der Verein keine machen – auch Bürgermeister Jürgen Markwardt nicht: „Wir fangen nicht Klein-Klein an. Wir machen das und dafür stehe ich“, sagte das Stadtoberhaupt, bevor die Politik abstimmte.

Von Norman Reuter

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