405 Stellplätze auf vier Etagen

Erster Entwurf für neues Parkhaus am Uelzener Bahnhof vorgestellt

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Noch steht das alte Parkhaus am Bahnhof. Der geplante Ersatzbau soll auf vier Etagen Platz für 405 Parkplätze bieten. Außerdem soll es E-Ladesäulen geben.

Uelzen – Vier Geschosse, ein Dach aus Trapezblech mit der Möglichkeit, Photovoltaik-Anlagen zu installieren, und Fassadengitter an der Front: Der von der Hansestadt Uelzen beauftragte Ingenieur Manfred Manke stellte jetzt im Bauausschuss einen ersten Entwurf für das neue Parkhaus am Bahnhof vor.

„Wir werden in einer sehr wirtschaftlichen Bauweise bauen“, sagte Manke. Geplant ist ein verzinkter Stahlbau mit Stahlbetondecken und Verbundträgern. Um den Eintrag von Chlorid so gering wie möglich zu halten, ist eine komplette Überdachung des obersten Parkdecks geplant. Dadurch gebe es einen Salzeintrag nur noch durch Fahrzeuge. Stehendes Wasser auf den Parkdecks verhindere man durch ein leichtes Gefälle.

Insgesamt entstehen 405 Parkplätze auf den vier Ebenen. Davon befinden sich 91 im Erdgeschoss. Dort sind auch behindertengerechte Parkplätze geplant. Für die Barrierefreiheit sind zudem zwei Fahrstühle in den Treppenhäusern vorgesehen. Damit Fußgänger und Autofahrer sich nicht in die Quere kommen, gibt es in dem Parkhaus neben der sechs Meter breiten Fahrspur einen 80 Zentimeter breiten farblich abgesetzten Gehweg.

Das Parkhaus selbst wird wieder über die Kaiserstraße erschlossen werden. Die Auffahrt auf die anderen Etagen soll über zwei Rampen, die in beiden Richtungen befahrbar sind, erfolgen.

Da für das viergeschossige Parkhaus laut Uelzens Stadtbaurat Karsten Scheele-Krogull nur rund die Hälfte der städtischen Fläche genutzt wird, bestehe für die Zu-kunft noch eine Erweiterungsmöglichkeit in Richtung Norden. Diese könnte ebenerdig oder auch als Parkhaus erfolgen.

Auch für die Elektromobilität soll im neuen Parkhaus gesorgt sein. „Es sind E-Ladestationen für langsames Laden vorgesehen, sodass man sein Auto, während man bei der Arbeit ist, aufladen kann“, sagte Scheele-Krogull. Die Ladestationen sollen zusammen mit den Stadtwerken realisiert werden.

Außerdem wird es laut dem Stadtbaurat noch ein Lärmschutzgutachten geben, das im Zuge der Aufstellung des Bebauungsplanes erstellt wird. Vorgaben aus dem Gutachten würden dann in die weiteren Planungen für das Parkhaus einfließen.

Der nächste Schritt ist das Einreichen der Planungsunterlagen bis Ende Mai, um Fördergelder bei der Landesnahverkehrsgesellschaft, der Metropolregion Hamburg und dem Landkreis zu beantragen. Bisher geht die Stadt von Baukosten von rund sieben Millionen Euro aus, wovon 60 Prozent aus Fördertöpfen stammen könnten. Das alte Parkhaus wird im Februar 2020 abgerissen.

VON LARS LOHMANN

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