Die ersten Bäume sind da

Bauarbeiter sind derzeit in der Veerßer Straße dabei, alle Vorkehrungen für die fast 70 Amberbäume zu treffen.

Uelzen - Von Marc Rath. Die ersten Kubikmeter Erde für Uelzens neue „grüne Lunge“ sind bewegt: Bauarbeiter haben jetzt in der Veerßer Straße für die Wurzeln den Untergrund ausgeschachtet und erste Exemplare gesetzt: Bis Mitte Mai sollen fast 70 Amberbäume in den drei Marktstraßen – Lüneburger-, Veerßer- und Gudesstraße – gepflanzt werden.

„Wir arbeiten uns jetzt vom neuen zum alten Rathaus vor“, kündigt Baudezernent Karsten Scheele-Krogull gegenüber der AZ an. Ursprünglich sollte es bereits zu Ostern in allen drei Straßen sprießen, doch der strenge Winter machte der Terminplanung einen Strich durch die Rechnung.

Bis zu 4,50 Meter hohe Bäume werden jetzt gepflanzt. Jährlich werden sie etwa 15 Zentimeter wachsen. Erst in etwa 15 Jahren sollen sie in ihrer vollen Pracht zu bewundern sein.

Es ist ein neuer Anlauf für kleine grüne Oasen inmitten der Stadt. Im Zuge der Stadtsanierung in den 90er Jahren hatten die Denkmalpfleger des Landes darauf bestanden, dass keine Bäume gepflanzt werden dürfen. Diese Denkweise hält das Rathaus inzwischen aber für überholt und auch historisch nicht haltbar und griff die neue Baum-Initiative von City-Manager Joachim Lotz auf, der im Zuge seiner Idee, die Innenstadt wieder zur „Wohnstube“ zu machen, in seinem Konzept für die Anpflanzung von Kugelbäumen plädiert hatte.

11 500 Euro hatte die Stadt bereits 2008 für die Planung des Projekts ausgegeben. Zunächst sollten die Bäume im Herbst vorigen Jahres gepflanzt werden. Dann verschob das Rathaus die Aktion auf diesen Frühling. 177 000 Euro sind dafür jetzt an Kosten veranschlagt. Der Großteil wird aus Ziel-1-Fördergeldern der Europäischen Union zur Innenstadtentwicklung beglichen. Die Stadt muss nunmehr noch einen Eigenanteil von 47 000 Euro tragen.

Ausgesucht wurden die Bäume bereits 2009. „Sie sind auch schon ein wenig gewachsen“, freut sich Scheele-Krogull. Bald werden sie jedoch wieder etwas kleiner werden – mit einem gezielten Nachschnitt sollen sie die gewünschte Kugelform bekommen. Bei der derzeitigen Diskussion um eine Steigerung der Attraktivität der Marktstraßen sind in allen Verianten die Bäume „gesetzt“.

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