Weibchen brütet dort bereits zum zweiten Mal

Erneuter Bruterfolg in Kirchweyhe: Ringe für drei Jungstörche

Storchenexpertin Adele Borsche aus dem Nachbarkreis ist nach Kirchweyhe gekommen, um die Jungstörche zu beringen. Sie glauben an eine Gefahr und stellen sich tot.
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Storchenexpertin Adele Borsche aus dem Nachbarkreis ist nach Kirchweyhe gekommen, um die Jungstörche zu beringen. Sie glauben an eine Gefahr und stellen sich tot.

Uelzen-Kirchweyhe – Als sich die Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Uelzen und Vater Storch gleichzeitig dem Nest auf dem Schornstein der ehemaligen Kirchweyher Schmiede nähern, wird es nicht nur für die Zuschauer an der Bachstraße spannend.

Oben im Nest ducken sich die drei Jungstörche fest auf den Boden, stellen sich tot: Storchenexpertin Adele Borsche aus dem Nachbar-Landkreis Lüchow-Dannenberg ist auf Initiative von Nabu-Vogelexperte Waldemar Golnik sowie Dirk Marwede nach Kirchweyhe gekommen, um die drei schon sehr kräftigen Jungstörche zu beringen.

Weit muss Adele Borsche sich über das Nest beugen, um an die Jungstörche heranzukommen. Die Tiere werden mit Ringen mit der Kennzeichnung DEW – das steht für Deutschland Beringungszentrale Wilhelmshaven – und AV 585, AV 586 und AV 587 versehen.

Seit 2014 sind nunmehr bereits zehn Jungstörche in Kirchweyhe großgezogen worden, wobei das Futterangebot an der nahegelegenen Ilmenau den Standort Kirchweyhe begünstigt.

Das acht Jahre alte, beringte Storchenweibchen, das für den Nachwuchs verantwortlich ist, stammt aus Cumlosen im Landkreis Prignitz in Brandenburg und brütete bereits im Jahr 2019 erfolgreich in Kirchweyhe. Das 700-Einwohner-Dorf Cumlosen liegt wenige Kilometer östlich von Schnackenburg und nur wenige hundert Meter von der Elbe entfernt. Jetzt, Mitte Juli, werden die Kirchweyher Jungstörche ihre ersten Flugversuche unternehmen, um im August gen Süden zu ziehen. Im Landkreis gibt es nur noch einen Ort, an dem Störche erfolgreich brüteten: In Lüder wird ein Jungstorch im Nest, das auf einem Holzpfahl steht, großgezogen.

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