Gewinn in Hanstedt II und Verlust in Holdenstedt

SPD erlebt Berg- und Talfahrten

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Uelzen. Die Ergebnisse für die Uelzener Ortsräte zeigen, dass die Wähler sich für ihre Kandidaten vor Ort individuell entschieden haben. Es zeichnet sich kein allgemeiner Trend für oder gegen bestimmte Parteien in den Ortsteilen ab.

Groß Liedern/Hanstedt II/Mehre: Die SPD hat im Vergleich zur Wahl vor fünf Jahren 9,11 Prozent an Stimmen hinzugewonnen und liegt nun bei 55,66 Prozent. Die CDU hingegen hat 5,21 Prozent verloren und landete bei 44,34 Prozent. Das Verhältnis der Sitze hat sich demnach umgekehrt, so dass vier Sitze auf die SPD kommen und drei auf die CDU. „Wir haben dafür gekämpft“, sagt Wilfried Teichmann, der im Vergleich zu seinen SPD-Kollegen aus dem Ortsrat am meisten Stimmen erhielt. „Es war ein bisschen auch eine Personal-Wahl.“ Der frühere Ortsbürgermeister Wilhelm Schulz (CDU) hat sich nicht mehr für die Kommunalwahl aufstellen lassen, für Teichmann ist das einer der Gründe für den Zuwachs an SPD-Stimmen.

Holdenstedt/Kl. Süstedt: Die Holdenstedter und Klein Süstedter haben sich für die entgegen gesetzte Entwicklung entschieden. Dort stimmten 46,61 Prozent der Wähler für die SPD, das sind 10,28 Prozent weniger als 2006. Die CDU hat um den gleichen Anteil zugelegt und freut sich über 53,39 Prozent. Ortsbürgermeisterin Brigitte Schufmann war nicht noch einmal für die SPD zur Wahl angetreten. Nach Ansicht des gewählten Kandidaten der CDU, Hans-Jürgen Heuer, liegt der Grund für das veränderte Verhältnis unter anderem in der Umsetzung des Einkaufszentrums in Holdenstedt und dem engen Kontakt zu den Mitgliedern im CDU-Ortsverband. Es sei ihm „gelungen, die Mitgliederzahl im Ortsverband um 40 Prozent zu erhöhen“, so Heuer. SPD-Mitglied Herwig Maaß zeigt sich enttäuscht über das SPD-Minus. Die SPD habe ebenfalls an der Entstehung des Zentrums mitgewirkt, und auch ein Sponsoring des Klein Süstedter Radwegs sei bereits von den Sozialdemokraten vorgeschlagen worden. „Jetzt hoffe ich nur, dass Herr Heuer das so umsetzen kann.“

Masendorf/Molzen/Riestedt: In dem Ortsrat sitzt neuerdings Karl-Heinz Schmäschke von den Grünen. Seine Partei gewann 6,64 Prozent Stimmen hinzu – der Betrag, der CDU und SPD im Vergleich zu 2006 fehlt – und erhielt insgesamt 11,83 Prozent. CDU und SPD belegen jeweils drei Sitze. Somit ist die Entscheidung über den Ortsbürgermeister Henning Gröfke (CDU) oder Wilhelm Spangenberg (SPD) voraussichtlich von Schmäschkes Stimme abhängig.

Kirch-/Westerweyhe: In Kirch- und Westerweyhe entscheiden hauptsächlich Cathrin Bielke (Grüne) und Einzelbewerber Frank Wiechel mit jeweils einem Sitz über den Ortsbürgermeister. Denn mit 41,56 Prozent zählt die CDU fünf Sitze, die SPD mit 39,6 Prozent vier Sitze.

Oldenstadt/Ripdorf/Tatern/Woltersburg: Für den Ortsteil ist für die Grünen dieses Mal niemand angetreten, im Unterschied zu den vergangenen fünf Jahren. So haben SPD und CDU leicht zugelegt. Die Partei von Ortsbürgermeister Klaus Knust (SPD) sammelte 62,32 Prozent und sieben Sitze, die CDU 37,68 Prozent und vier Sitze.

Hansen/Veerßen: Unverändert ist das Verhältnis in Hansen/Veerßen. Mit einem Sitz vor der SPD hat Karsten Jäkel (CDU) große Chancen, erneut zum Ortsbürgermeister gewählt zu werden.

Von Diane Baatani

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