Die Heidekreuzbahn hat ihren Betrieb zwischen Uelzen-Bremen aufgenommen

Erixx sprintet nach Soltau

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Den Namen „Erixx“ hat im Rahmen eines Wettbewerbs ein 26-Jähriger aus Vögelsen vorgeschlagen.

Uelzen. „Erixx: Der Heidesprinter“ hat gestern den Betrieb aufgenommen. Im Zweistundentakt fährt nun der Zug auf dem so genannten Heidekreuz, den Strecken zwischen Uelzen und Bremen sowie zwischen Hannover und Buchholz.

27 neue Triebwagen sind in dem Nahverkehr unterwegs. Die Heidekreuzbahn GmbH, das Tochterunternehmen der Osthannoverschen Eisenbahnen AG (OHE), hat wie berichtet den Auftrag zum Betrieb dieser Bahnlinien für die nächsten acht Jahre erhalten. Auftraggeber sind die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen, die Region Hannover und die Freie Hansestadt Bremen.

„Rund 70 Prozent der Wagen werden von Fahrgastbetreuern begleitet“, erklärt Simone Heitmann, Pressesprecherin der Heidekreuzbahn. Außerdem fahren die großräumigen „Heidesprinter“ mit Klimaanlage, großen Panoramafenstern sowie behindertengerechten Toiletten und einer Wickelkommode. Das entspreche den modernen Reisebedürfnissen, erklärt Heitmann. Prompt stand zur Abfahrt des Erixx am Bahnsteig im Hundertwasser-Bahnhof in Uelzen gestern Vormittag ein Fahrgastbetreuer bereit: Im anthrazitfarbenen Anzug – nur die Krawatte ist lila – und im schwarzen Anorak trotz des dezenten Firmenlogos gut von den Mitarbeitern anderer Unternehmen am Bahnhof zu unterscheiden.

Der Zug erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 120 Stundenkilometern und bringt die Fahrgäste in weniger als zwei Stunden nach Bremen. „Das schaffe ich mit dem Auto nur unter allergünstigsten Bedingungen“, sagte auf dem Bahnsteig in Uelzen ein erfahrener Pendler, „man weiß ja nie was da los ist.“

Da Erixx auf einen eigenen Tarif verzichtet und mit dem Bahnvertriebssystem arbeitet, werden in den Heidesprintern alle Fahrkarten der Deutschen Bahn anerkannt.

Von Angelika Jansen und Diane Baatani

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