Liste mit möglichen Flächen

Wo entsteht das Kreishaus? Politik trifft Wahl in der nächsten Woche

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Das bisherige Kreishaus ist 60 Jahre alt und stark sanierungsbedürftig.

Uelzen/Landkreis. Uelzens Landrat Dr. Heiko Blume spricht von einem „mächtigen Projekt“ – 30 Millionen Euro soll der geplante Neubau des Kreishauses kosten. Nun will die Politik am kommenden Dienstag sich auf einen Standort für das neue Kreishaus verständigen.

Denn – wie berichtet – soll es nicht auf dem Gelände des bisherigen an der Veerßer Straße entstehen. Bereits in dieser Woche wurden den Fraktionen und Kreistagsgruppen mögliche Standorte vorgestellt. Um welche es sich handelt? Kein Kommentar. Die Sorge: Der Kaufpreis für das Gelände könnte steigen, wenn schon vor Verhandlungen mit Eigentümern bekannt ist, welche Flächen in den Blick genommen wurden.

Nur so viel ist bekannt: Eine Arbeitsgruppe der Kreisverwaltung hat die Liste mit möglichen Standorten erstellt. Den Vorsitz hat der Baudezernent Frank Peters. „Anhand eines Kriterienkatalogs wurden schon die Bauplätze auf Vor- und Nachteile beleuchtet“, sagt Kreissprecher Martin Theine.

Im Sommer hatte sich die Mehrheitsgruppe im Kreistag aus CDU, FDP und RRP für einen Bau des Kreishauses am Emsberg auf dem Gelände der früheren Pestalozzi-Schule ausgesprochen. Argumentiert wurde damit, dass Gebäude und Gelände bereits im Besitz des Landkreises sind.

Einhergehend mit der Standortwahl erklärt das einzige FDP-Kreistagsmitglied, Rainer Fabel, dass mit dem Kreishaus-Neubau die Chance bestehe, dass auch die Verwaltung sich modern aufstellt. Rund 450 Mitarbeiter arbeiten im Kreishaus und den Außenstellen. Fabel spricht sich für ein Gutachten durch eine Unternehmensberatung aus. Das beauftragte Gutachter-Büro soll sich ein Bild von der bisherigen Arbeit der Verwaltung machen und gegebenenfalls Vorschläge für eine „effektivere“ und „kostengünstigere“ Verwaltung und für ein arbeitsfreundliches Ambiente machen. „Mit dem Antrag ist kein Vorwurf verbunden, dass es jetzt schlecht läuft“, sagt Fabel. Vielmehr gehe es darum, die Gelegenheit zu nutzen, um eine Verwaltung nicht nur in einem modernen Gebäude unterzubringen, sondern sie auch modern aufzustellen.

Von Norman Reuter

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