Leitpfosten-System für Mehrzweckstreifen immer noch nicht ausgewählt

„Entschärfung“ der B 4 stockt

Tempo 80 gilt auf der B4 zwischen dem Abzweig Emmendorf und Grünhagen schon länger, doch die ebenfalls zur „Entschärfung“ beschlossenen Leitpfosten auf dem Mehrzweckstreifen lassen weiter auf sich warten.
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Tempo 80 gilt auf der B4 zwischen dem Abzweig Emmendorf und Grünhagen schon länger, doch die ebenfalls zur „Entschärfung“ beschlossenen Leitpfosten auf dem Mehrzweckstreifen lassen weiter auf sich warten.
  • Lars Becker
    vonLars Becker
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Zweieinhalb Monate ist es jetzt bereits her, dass die AZ eine erste vorsichtige Zwischenbilanz nach der Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf der B4 zwischen dem Abzweig Emmendorf und Grünhagen in der Zeit von 6 bis 19 Uhr von 100 auf 80 km/h gezogen hatte.

Uelzen/Landkreis – Fazit damals: Der Verkehrsfluss ist besser geworden, waghalsige Überholmanöver finden immer seltener statt. .

Zusätzlich war für den genannten Streckenabschnitt schon Monate zuvor durch die Landkreise Uelzen und Lüneburg beschlossen worden, den sogenannten Mehrzweckstreifen – gerne als Standstreifen bezeichnet – mit Leitpfosten so für den Verkehr dicht zu machen, dass vermeintlich langsame Lkws oder landwirtschaftliche Fahrzeuge nicht vom regulären Fahrstreifen nach rechts ausweichen und so Platz für schnellere Verkehrsteilnehmer machen können.

Umsetzung weiter fürs Frühjahr geplant

Solche Manöver hatten in der Vergangenheit immer wieder für brenzlige Situationen auf der vielbefahrenen B4 gesorgt. Anfang November hatte Dirk Möller, Leiter des Geschäftsbereichs Lüneburg der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, auf Anfrage unserer Redaktion gesagt, dass die Umsetzung dieser Maßnahme für das Frühjahr 2021 geplant sei. Er verwies damals darauf, dass es verschiedene Möglichkeiten gebe, die besagten Leitpfosten auf- bzw. anzubringen. Das entsprechende System war noch nicht ausgewählt worden und daher auch die Ausschreibung der Arbeiten entsprechend noch nicht erfolgt.

An diesem Stand der Dinge hat sich in der Zwischenzeit jedoch bislang nichts geändert, wie Möller nun auf neuerliche Nachfrage erklärte:

Weiter Fragezeichen hinter dem System

„Es konnte noch nicht abschließend geklärt werden, welches System für die Leitpfosten zum Einsatz kommt“, teilte er mit. Zu den konkreten Gründen dafür, warum dieser Entscheidungsprozess in all den Wochen noch immer nicht abgeschlossen werden konnte, machte der Geschäftsbereichsleiter indes keine weiteren Angaben.

„Leider sind wir bis zum Jahresende noch zu keiner abschließenden Entscheidung gelangt, da sowohl bauliche als auch betriebliche Aspekte abzuwägen sind“, so Möller sehr pauschal in einer schriftlichen Antwort. Die Maßnahme solle jedoch vorbehaltlich der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel auch weiter noch im Frühjahr 2021 umgesetzt werden. Dafür bleibe noch ausreichend Zeit. Wann die Arbeiten beginnen sollen, ist angesichts der fehlenden Ausschreibung also weiter offen.

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