60 Jahre Verkehrswacht Uelzen – Rückblick auf die Arbeit damals und heute

Engel in Menschengestalt

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Cornelia Zieseniß als Landesvertreterin heftete Uwe Kalischefski die Ehrennadel an, begleitet von Konrad Lampe (rechts).

Uelzen. „Als Engel in Menschengestalt“, bezeichnet Pastor Armin Sauer die Verkehrswächter zu ihrem 60-jährigen Jubiläum, „die aufpassen, dass niemand unter die Räder kommt.

“ Bürgermeister Otto Lukat und SPD-Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann – ehemalige Polizistin, die weiß wovon sie redet – ermunterten die Verkehrswächter weiter zu machen wie bisher.

Dabei zeigt die Chronik über 60 Jahre ehrenamtliches Engagement für die Sicherheit im Straßenverkehr, dass ihre Arbeit unter anderem der kontinuierlichen Anpassung des stetigen Wandels im Straßenverkehr unterlag. Was vor 60 Jahren als entschlossene Initiative zur Sicherung des Schulwegs begann, hat in den Jahren vielfach neue Gestalt angenommen.

Die Schülerfirma „Catering Service” der Ebstorfer Oberschule versorgte die Gäste der Verkehrswacht und drei junge Künstlerinnen der Musikschule für Stadt und Landkreis Uelzen unterhielten. So würdigten die Schüler auf diesem Wege den Einsatz der Verkehrswacht stellvertretend für alle Kinder im Landkreis Uelzen. „Ich selbst kann mich noch gut daran erinnern, Schüler der Lucas-Backmeister Schule an der Veerßer Straße vor dem heutigen Standesamt über die Straße geführt zu haben“, berichtet Karl-Heinz Niebuhr, inzwischen stellvertretender Vorsitzender der Uelzener Verkehrswacht, vom Schwerpunkt der Arbeit in den Anfängen. Bis heute habe ihn die wichtige Aufgabe als Verkehrswächter „gefangen“. Neben der Ausbildung der Schülerlotsen – auch damals schon stark unterstützt von der Polizei – war die Arbeit der Verkehrswacht geprägt von Verkehrsaufklärung in Form von Vorträgen. Heute praktiziert die Verkehrswacht Breitenarbeit, die alle Verkehrsteilnehmer, ob jung oder alt, ob Fußgänger, Fahrradfahrer oder motorisiert unterwegs, aber auch die unterschiedlichen Verkehrsräume betrifft. „Immer in Zusammenarbeit mit Institutionen, die bestimmte Interessenlagen vertreten.“

Zuerst zu nennen wäre da die Polizei, aber auch Schulen und zunehmend Senioreneinrichtungen oder beispielsweise die Kreisjägerschaft, als es um gemeinsame Aktionen zur Reduzierung der Wildunfälle im Landkreis ging. Breit aufgestellt zu sein, bedeutet, sich einzusetzen für Ausbildungsseminare von Kindergärtnerinnen und pädagogischen Mitarbeitern im Vorschulbereich aber auch Vorträge in den Berufsbildenden Schulen und die seit einigen Jahren regelmäßig stattfindenden Fahrsicherheitstrainings, die sich an unerfahrene Autofahrer richten. Dazu gehören sicher auch die Plakat- und Aufkleber-Aktionen, die alle Verkehrsteilnehmer für Gefahren im Straßenverkehr sensibilisieren sollen.

Viele Namen nennt Karl-Heinz Niebuhr, die sich für den inzwischen 200 Mitglieder starken Verein eingesetzt haben. Doch für eine Ehrung war dieses Mal der langjährige Geschäftsführer der Uelzener Verkehrswacht dran, dem seine Kollegin auf Landesebene eine Ehrennadel ans Revers heftete.

Von Angelika Jansen

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