Nachfolge-Betrieb soll Kultur und Marketing in die Zukunft führen

Das Ende der Stadthallen-GmbH in Uelzen

Das derzeit geschlossene Theater an der Ilmenau soll künftig vom städtischen Eigenbetrieb Kultur-Tourismus-Stadtmarketing verwaltet werden.
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Das derzeit geschlossene Theater an der Ilmenau soll künftig vom städtischen Eigenbetrieb Kultur-Tourismus-Stadtmarketing verwaltet werden.

Uelzen – Der Grundsatzbeschluss ist gefasst – aufgrund der Corona-Krise zwar ohne Vorbereitung in den Ausschüssen, aber das war scheinbar nicht erforderlich: Mit nur zwei Gegenstimmen beschloss der Rat der Stadt Uelzen am Montag in seiner ersten Sitzung nach dem Shutdown die Gründung des städtischen Eigenbetriebs Kultur-Tourismus-Stadtmarketing (KTS).

Die künftigen Aufgabenbereiche der KTS: Betrieb der Veranstaltungsstätten, Kultur sowie Kulturmanagement, Citymanagement und Tourismus.

2021 soll die neue städtische Betriebseinheit an den Start gehen – und das wird im Rathaus eine Reihe von Änderungen nach sich ziehen. So wird der Fachbereich „Kultur und Tourismus“ dann aufgelöst, die Aufgaben übernimmt die KTS.

Auch für die Stadthallen GmbH bedeutet dies das Ende: Sie soll nach den Planungen der Verwaltung liquidiert werden. Die KTS wird die Stadthalle dann betreiben und vermarkten. Das gilt auch für das Theater an der Ilmenau.

Sicher ist sicher: Weiträumig saßen die Ratsmitglieder am Montag in der Stadthalle.

Nicht gerüttelt wird an der Stadtbücherei. Sie bleibt in der Kernverwaltung des Rathauses und soll dem Fachbereich 15, „Generationsfragen, Schulen und Sport“, zugeordnet werden, wenn die KTS ihren Betrieb aufnimmt. Zur Begründung heißt es: „Vergleichbar mit den Grundschulen nimmt die Hansestadt mit ihrer Bücherei einen Bildungsauftrag wahr. Die Uelzener Stadtbücherei ist ein Lernort.“ Die Vermarktungsmöglichkeiten für eine Bibliothek seien nur in sehr begrenztem Umfang gegeben. Auch die Stadtarchäologie sowie das Stadtarchiv sollen anderen Bereichen der Kernverwaltung zugewiesen, aber nicht der KTS zugeordnet werden.

Was die Wirtschaftsförderung „Uelzen aktiv“ angeht, so will die Stadt die 2006 begonnene Kooperation mit dem Landkreis zunächst aufrechterhalten. Schnittstellen wie Betriebsansiedlungen und das Beseitigen von Leerständen in der Uelzener Innenstadt sollen dann gemeinsame Sache von „Uelzen aktiv“, KTS und dem Bereich Stadtentwicklung des Baudezernats sein.

Die Verwaltung hat als Ziel ausgegeben, dass durch den neuen Eigenbetrieb keine zusätzlichen Kosten entstehen werden, auch nicht für Personal.

VON MICHAEL MICHALZIK

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