Rückkehr zu G 9: Unterschriftenlisten aus Uelzen werden ans Kultusministerium übergeben

Eltern wollen Druck erhöhen

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Die Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren, dem so genannten G 9, stößt auch bei vielen Schülern auf Zustimmung.

Uelzen. Der Einsatz der Schulelternräte der Uelzener Gymnasien für eine Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren (G 9) geht in die nächste Runde.

Morgen endet die Unterschriften-Aktion, die die Vertreter vom Lessing-Gymnasium (LeG) und Herzog-Ernst-Gymnasium (HEG) in einer Arbeitsgemeinschaft mit Schulelternräten aus Harburg und Lüneburg initiiert haben. Die Aktion sei gut angenommen worden, zieht Martin Groffmann, Vorsitzender des Schulelternrats am HEG, eine erste Bilanz. „Allein hier zu Hause habe ich bereits 100 Stimmen“, berichtet er. Eltern im gesamten Landkreis Uelzen hatten die Möglichkeit, ihre Unterschrift unter die Forderung zu setzen. „Die Listen waren relativ schnell gefüllt“, freut sich Groffmann.

Schüler sollen mehr Zeit zum Lernen bekommen – das fordern Dr. Dirk Jaskolla und Martin Groffmann (rechts), Vorsitzende der Schulelternräte am LeG und HEG in Uelzen.

Und so geht es weiter: Bis Ende dieser Woche sollen die Ergebnisse bei der federführenden Schulelternvertretung in Göttingen gesammelt werden. Möglichst zeitnah, so der Plan, sollen dann die gesammelten Stimmen – auch in Lüneburg, Harburg, Lüchow und Dannenberg beteiligten sich Eltern an der Aktion – dem niedersächsischen Kultusministerium übergeben werden. „Wir erhoffen uns natürlich, dass wir den Druck noch ein wenig erhöhen“, sagt Groffmann.

Wie berichtet, hatten sich die Schulelternräte von Herzog-Ernst- und Lessing-Gymnasium der Arbeitsgemeinschaft mit Schulelternvertretungen aus Lüneburg und Harburg angeschlossen, um ihren Forderungen gemeinsam mehr Gehör zu verschaffen.

Daraus hervorgegangen war ein Konzept für die Rückkehr zu G 9. Das Papier wurde bereits der Expertenkommission vorgelegt, die derzeit Ergebnisse erarbeitet, auf deren Grundlage über die Zukunft des Abiturs beraten werden soll. Ein Mitglied des Gremiums ist auch der Leiter des LeG, Sven Kablau (AZ berichtete).

Zuletzt hatte Niedersachsens Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) angedeutet, dass die Gymnasien bald wieder den Abschluss nach neun Schuljahren statt nach acht Jahren anbieten können. Doch allein dieses Signal geht den Uelzener Schulelternräten nicht weit genug: Man gehe davon aus, dass ein Systemwechsel frühestens zum Sommer 2015 anvisiert wird, sagt Groffmann. „Aber wir fordern mit den Göttinger Schulelternräten ganz klar den 1. August 2014.“ Ab dann sollten Schüler der 5. bis 8. Klassen ihre Abiturprüfungen wieder nach neun Jahren schreiben können.

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