14 000 Einwohner weniger

n weiten Teilen des Kreises Uelzen sinkt die Einwohnerzahl beständig. Deshalb müsse der Zuzug durch die Schaffung neuer Arbeitsplätze erhöht werden, fordert Landrat Theodor Elster.

Uelzen/Landkreis - Von Bernd Schossadowski. Von allen Landkreisen und kreisfreien Städten in Niedersachsen wird der Kreis Uelzen langfristig mit am meisten Einwohner verlieren. Das besagt eine aktuelle Untersuchung des Landesbetriebes für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen (LSKN).

Demnach wird sich die Bevölkerungszahl im Landkreis Uelzen im Untersuchungszeitraum vom 1. Januar 2009 bis zum 1. Januar 2031 um voraussichtlich 14,6 Prozent verringern. Den Prognosen zufolge wird der Kreis statt rund 95 000 dann nur noch 81 000 Einwohner zählen.

Zum Vergleich: Landesweit beträgt der vorausgesagte Bevölkerungsrückgang etwa 6,4 Prozent. Nach Angaben des LSKN werden Anfang 2031 nur noch 7,44 Millionen Menschen in Niedersachsen leben, Anfang 2009 waren es noch 7,95 Millionen.

Für Uelzens Landrat Theodor Elster kommt diese Prognose nicht überraschend. „Wir wissen, dass wir es in unserem Landkreis mit einer schrumpfenden Bevölkerungszahl zu tun haben. Darauf haben wir uns schon vor langer Zeit eingestellt“, erklärt er. Das Ziel sei, langfristig eine stabile Einwohnerzahl zu erreichen, vor allem durch die Schaffung neuer Arbeitsplätze im Kreis.

Allerdings wird die Entwicklung laut LSKN regional ganz unterschiedlich verlaufen. In der Stadt Hannover, den kreisfreien Städten Braunschweig und Oldenburg sowie in sieben Landkreisen wird die Einwohnerzahl voraussichtlich ansteigen. In allen anderen Regionen Niedersachsen wird sie mehr oder weniger stark schrumpfen.

Der höchste Zuwachs der Bevölkerungszahl bis 2031 wird für das Oldenburger Münsterland erwartet: Im Kreis Vechta rechnet man mit einem Zuwachs von über 20 Prozent, im Kreis Cloppenburg mit einem Plus von fast 13 Prozent.

Dagegen wird in den Kreisen Goslar, Helmstedt, Northeim, Osterode, Holzminden und Lüchow-Dannenberg sowie in der Stadt Salzgitter mit einem Rückgang der Einwohnerzahl von mehr als 20 Prozent gerechnet. Landesweit am stärksten wird die Einwohnerzahl in der kreisfreien Stadt Salzgitter abnehmen, wo das LSKN eine Verringerung von fast 29 Prozent vorhersagt.

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