Lisa Hirschberg ist neue Leiterin des Jugendamtes

Im Einsatz für Uelzens Nachwuchs

Die 39-jährige Lisa Hirschberg ist neue Leiterin des Jugendamtes des Landkreises. Aufgenommen hat sie ihre Arbeit bereits am 1. Mai dieses Jahres – mitten im coronabedingten Lockdown.
+
Die 39-jährige Lisa Hirschberg ist neue Leiterin des Jugendamtes des Landkreises. Aufgenommen hat sie ihre Arbeit bereits am 1. Mai dieses Jahres – mitten im coronabedingten Lockdown.

Uelzen/Landkreis – Das Jugendamt des Landkreises Uelzen steht unter neuer Leitung. Lisa Hirschberg hat ihre Arbeit bereits im Mai dieses Jahres aufgenommen – mitten in der turbulenten Zeit des coronabedingten Lockdowns.

Dabei bringt die 39-Jährige einiges an Erfahrung mit. Gebürtig aus dem Ruhrgebiet stammend, studierte Hirschberg in Bochum Sozialpädagogik.

Anschließend war sie im Rheinland in verschiedenen Jugendämtern tätig, wo Hirschberg die Arbeit „an der Basis“ kennenlernte. 2016 zog es sie nach Mecklenburg-Vorpommern in den Landkreis Ludwigslust-Parchim, wo sie den Fachdienst Jugend leitete.

Die Entscheidung, die vakante Stelle der Jugendamtsleitung im Landkreis Uelzen anzunehmen, traf Hirschberg unter anderem wegen der Mischung aus schöner Landschaft und der guten Infrastruktur. Zuvor habe sie nur zwei Extreme kennengelernt: das Ballungsgebiet des Rheinlandes und das Landleben in Mecklenburg-Vorpommern.

Hirschberg stieg in eine schwierige Zeit ein, als alle Mitarbeiter des Jugendamtes coronabedingt im Schichtdienst arbeiteten und auch die Arbeit mit den Familien und Jugendlichen nur begrenzt stattfinden konnte. Auch die Zusammenarbeit mit den Schulen sei kaum möglich gewesen.

Die Herausforderung nahm Hirschberg aber an, denn ihre Arbeit liegt ihr am Herzen: „Grundsätzlich finde ich es wichtig, etwas zu bewirken“, erklärt die 39-Jährige ihre Motivation. Ihr Ziel sei es, junge Menschen mit bedarfsgerechten Angeboten zu fördern, um sie zu wichtigen Mitgliedern der Gesellschaft zu machen.

Dafür brauche es aber auch ausreichend Mitarbeiter, etwa 20 Prozent der Stellen im Uelzener Jugendamt seien unbesetzt. „Das Problem ist, dass die Arbeit im Jugendamt zunehmend unattraktiver wird“, sagt Hirschberg. Dies sei zum einen auf den Fachkräftemangel zurückzuführen, zum anderen aber auch auf die belastende Arbeit. Diese gehe nicht spurlos an einem vorbei, betont Hirschberg. Und wie geht man damit um? „Man muss eine professionelle Distanz bewahren, ohne die Empathie und das Mitgefühl zu verlieren“, sagt Hirschberg. Hier helfe zum Beispiel der Austausch mit den Kollegen.

Wichtig sei aber auch ein geeigneter Ausgleich zur Arbeit. So treibt Lisa Hirschberg gerne Sport. Joggen, Reiten oder Indoorcycling gehören zu ihren Hobbys. Daneben meditiert Hirschberg oder geht in der Natur spazieren. „Das erdet mich“, sagt die 39-Jährige.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare