Sturm deckt Dach von Obstscheune ab

19 Einsätze für Wehren im Kreis Uelzen: „Sabine“ stoppt Züge

Kräfte der Bodenteicher Feuerwehr zerkleinerten mit einer Motorsäge die beiden Bäume, die nahe des Waldbades auf die Gleise gestürzt waren. So konnte der Bahnverkehr wieder anrollen.
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Kräfte der Bodenteicher Feuerwehr zerkleinerten mit einer Motorsäge die beiden Bäume, die nahe des Waldbades auf die Gleise gestürzt waren. So konnte der Bahnverkehr wieder anrollen.

Uelzen/Landkreis – Mit dem Wintersturm „Sabine“ sind in der Nacht zu Montag im Landkreis Uelzen Bäume auf Straßen und Gleise gestürzt. In Tätendorf deckte er Teile der Obstscheune ab.

Insgesamt 19 Einsätze für Feuerwehren wurden von der Rettungsleitstelle für den Landkreis festgehalten.

Der Bahnverkehr war vorsorglich bereits am Sonntagabend größtenteils eingestellt worden. Nach Abzug von „Sabine“ konnte er zunächst nicht wieder überall anlaufen. Zwischen Bienenbüttel und Uelzen war am frühen Montagmorgen kein Zugverkehr möglich. Ein Baum war bei Emmendorf in die Oberleitung gekracht. Gegen 8.30 Uhr wurde die Strecke schließlich wieder einspurig freigegeben, teilt Metronom-Sprecher Björn Pamperin mit. Züge aus Richtung Norden endeten bis zu diesem Zeitpunkt in Bienenbüttel. Wer in Richtung Hamburg wollte, musste in Uelzen warten. „Wir haben zwar Busse als Ersatzverkehr bestellt, aber keine bekommen“, so Pamperin.

Auch auf der Bahnstrecke Bad Bodenteich-Wieren gab es Einschränkungen – nahe des Bahnübergangs am Bodenteicher Waldbad blockierten zwei Bäume die Bahngleise. Ein Kontrollzug, der zur Überprüfung der Strecke eingesetzt war, konnte rechtzeitig anhalten.

Feuerwehrkräfte mussten auch auf der Kreisstraße 3 zwischen Uelzen und Molzen tätig werden. Dort waren insgesamt drei Bäume umgestürzt. Zu spät sah Thomas Nörenberg als Brandmeister vom Dienst auf dem Weg zu einem Einsatz einen der Bäume. Es kam mit dem Kommando-Wagen der Uelzener Wehr zur Kollision. Nörenberg blieb unverletzt, am Auto entstand Schaden. Ein Lkw wurde gestern Nachmittag dann noch auf der B191 bei Pieperhöfen von einer Böe erfasst. Auch hier blieb es bei einem Blechschaden.

„Sabine“ fegte nicht nur mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern durch den Kreis, es hat auch stark geregnet. So stand in Himbergen die Straße „Zum Botterbusch“ in Teilen unter Wasser. Regen drang auch durch das in Teilen abgedeckte Dach in die Tätendorfer Obstscheune ein. Waren mussten in Sicherheit gebracht werden.

VON NORMAN REUTER

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