Einig im zweiten Anlauf

Wrestedt. „Die Ampel steht auf Grün“ – Wrestedts Samtgemeindebürgermeister Harald Benecke ist erleichtert. Von Marc Rath

Über Fraktionsgrenzen hinweg gibt es in der Diskussion um die Fusion der beiden Samtgemeinden Bodenteich und Wrestedt einen neuen Vorstoß aus Wrestedt, der in der Vorbereitungsgruppe einstimmig gefasst worden ist. Danach sollen Wrestedt, Wieren und Stadensen die neue Gemeinde Wrestedt gründen, die dann mit dem Flecken Bad Bodenteich und den Gemeinden Soltendieck und Lüder die Samtgemeinde Aue bilden. Wrestedts Kommunalpolitiker folgen hier der Initiative der Sozialdemokraten. Damit liegt knapp zwei Monate nach dem Scheitern der ersten Fusionsgespräche eine neue Variante vor.

„Das ist ein Kompromiss in der zweiten Halbzeit“, kommentiert Benecke die Lösung, nachdem eine Fusion der beiden Samtgemeinden in ihrer bisherigen Konstellation am Veto der Wrestedter SPD-Vertreter gescheitert war, die zunächst die Bildung einer großen Einheitsgemeinde im Süden des Landkreises angestrebt hatten.

„In dieser neuen Variante kann sich jeder wiederfinden“, ist Benecke überzeugt. Erste positive Signale aus Bodenteich liegen dem Wrestedter Samtgemeindebürgermeister bereits vor. Daher ist Benecke ist optimistisch, dass die notwendigen Beschlüsse aller politischen Gremien bis zum Jahresende vorliegen können. Damit würde die Samtgemeinde Aue von der Teilentschuldung durch den Zukunftsvertrag des Landes profitieren können. Rund zehn Millionen Euro könnten so aus Hannover fließen.

Die neue Samtgemeinde wird indes erst 2013 an den Start gehen können. Anders als bei der Fusion von Samtgemeinden ist beim Zusammengehen mehrere Gemeinden an Landesgesetz notwendig. Offen ist derzeit, ob die Kommunalwahlperiode über den 11. September 2011 hinaus verlängert werden kann. Für den dann ausscheidenden Bodenteicher Samtgemeindebürgermeister Rainer Kölling soll es eine befristete Vertretungslösung geben.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare