„Einer kristallisiert sich heraus“

Uelzen - Von Marc Rath. Am morgigen Donnerstag ist praktisch der Start ins Finale bei der europaweiten Ausschreibung zur Bebauung des Areals am Veerßer Tor und des Schuhstraßen-Quartiers auf dem Ex-Tep&Tap-Gelände: Die Verwaltung und die mit der Abwicklung des Verfahrens beauftragte Hannoveraner Kanzlei bbt präsentieren ab 18 Uhr im Ratssaal die Entwürfe der drei im Rennen verbliebenen Investoren für das größte Bauvorhaben in der Stadt seit dem Neubau des Klinikums – hinter verschlossenen Türen auf einer gemeinsamen nichtöffentlichen Sitzung der Mitglieder der Ausschüsse für Stadtplanung und Stadtentwicklung.

Baudezernent Karsten Scheele-Krogull ist optimistisch, dass einer der drei Bewerber das Rennen macht: „Es sind inhaltlich gute Ergebnisse herausgekommen, aber es gibt einen, der sich deutlich herauskristallisiert.“

Vor der Sommerpause hatten vier Investoren ihre Pläne skizziert und mit Politik und Verwaltung diskutiert. Einer ist danach abgesprungen, erklärt der Dezernent. Das verbliebene Trio musste vor vier Wochen seine konkreten Angebote und Ausarbeitungen einreichen. Die vergangenen Wochen haben die Stadtplaner im Rathaus gemeinsam mit der Kanzlei genutzt, um die Unterlagen auszuwerten und mit dem Anforderungskatalog der Stadt abzugleichen.

Das Ergebnis trägt Scheele-Krogull morgen Abend vor. Und er hofft in Kürze auf ein klares Signal aus der Politik, mit welchem der drei Bewerber die Stadt dann konkrete Verhandlungen aufnehmen soll. Sofern das Thema nicht zunächst noch von den Fraktionen beraten werden soll, könnte der Verwaltungsausschuss bereits am nächsten Montag den Verhandlungsauftrag erteilen. Andernfalls erwartet Uelzens oberster Stadtplaner aber eine Entscheidung zwei Wochen später. Der weitere Zeitplan der Stadt sieht vor, dass der Rat im März sein Okay für den Vertragsabschluss geben kann. Bis dahin muss der Investor seine Vorgespräche mit den Bewerbern konkretisieren. „Wir wollen dann wissen, wer wie wo reinkommt“, betont Scheele-Krogull. Im Einkaufszentrum am Veerßer Tor sollen ein großes SB-Warenhaus und ein Elektronikfachmarkt die Anziehungspunkte sein. Auf dem Tep&Tap-Gelände sollen kleinere Geschäfte und Wohnungen das Quartier beleben.

Nachdem der erste Anlauf für das Veerßer Tor vor drei Jahren abgebrochen wurde, rechnet Scheele-Krogull jetzt mit einem Durchbruch. Ein Scheitern der Ausschreibung sei aber auch möglich, falls die Politik vom Ergebnis der Verhandlungen nicht überzeugt sein sollte.

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