Eine Straße, zwei Namen?

Das Ende für die Seebohmstraße ist beschlossen.

Uelzen - Von Marc Rath. „Es gibt noch keine konkreten Vorschläge. Der Bürgermeister hat jetzt die Fraktionen gebeten, sich über Namen Gedanken zu machen“, sagte Uelzens Erster Stadtrat Jürgen Markwardt auf AZ-Nachfrage zum Stand der Straßennamen-Diskussion.

Vor der Sommerpause hatte der Stadtrat mit knapper Mehrheit beschlossen, die Farina- und Seebohmstraße umzubenennen. Dem war eine intensive Diskussion über die Rolle des ehemaligen Uelzener Bürgermeisters Johann Maria Farina beziehungsweise des langjährigen Bundesverkehrsministers und Wahlkreis-Abgeordneten Hans-Christoph Seebohm über ihre Rolle während des Dritten Reiches vorausgegangen.

Markwort hält es „für sinnvoll, dass zügig eine Entscheidung fällt“. Dies erleichtere insbesondere den Unternehmen an der Seebohmstraße ihre Planungen. Einen genauen Fahrplan für die Umsetzung der Umbenennung gibt es im Rathaus aber noch nicht. „Das ist ein Thema, mit dem sich die Verwaltung jetzt auseinander setzen muss“, räumt Markwardt ein. Dabei wolle die Stadt auch Beispiele aus anderen Kommunen prüfen.

So setzt der Erste Stadtrat darauf, dass für eine Übergangszeit auch beide Namen gelten können. Geklärt werden muss zudem, inwieweit die Stadt gegenüber Anliegern für deren zusätzlichen Aufwand aufkommt. Langjährige Kommunalpolitiker erinnern sich noch daran, dass bei der Umbenennung eines Teils der Lüneburger Straße in „An der Zuckerfabrik“ den Anwohnern die Kosten für eine Umschreibung ihrer Ausweisdokumente erlassen worden waren.

Unterdessen ist auch im Nachbarkreis Soltau-Fallingbostel die Straßennamen-Diskussion entbrannt – in Soltau gibt es den Hans-Christoph-Seebohm-Ring.

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