Eigenbetrieb Stadtentwässerung Uelzen löst sich wegen Beitritts zum Abwasserzweckverband nach 22 Jahren auf

„Das war eine richtig gute Performance“

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Der Abwasserzweckverband hat 3,9 Millionen in die Erweiterung der Uelzener Kläranlage investiert, um sich für die Zukunft zu rüsten. Der Eigenbetrieb Stadtentwässerung wurde nun aufgelöst.

sh Uelzen. Ein Dauergast ist Jürgen Markwardt beim Betriebsausschuss Stadtentwässerung nicht gewesen, wie er bei der jüngsten Sitzung zugibt, aber diese „historische Sitzung“ wollte sich Uelzens Bürgermeister keinesfalls entgehen lassen.

Denn die jüngste Sitzung ist gleichzeitig die letzte: Der Eigenbetrieb Stadtentwässerung Uelzen löst sich selbst auf.

„Hier wurden 22 Jahre lang hervorragende Dienste geleistet“, bescheinigt Markwardt den anwesenden Ausschussmitgliedern. „Wir waren nicht nur technisch auf dem neuesten Stand, sondern konnten auch Investitionen tätigen. Das war eine richtig gute Performance.“

Es ist das Ende einer Ära, denn die Stadtentwässerung Uelzen und die Samtgemeinde Suderburg haben zum 1. Januar 2017 einen gemeinsamen Abwasserzweckverband gegründet (AZ berichtete). Damit hat der Eigenbetrieb keine Funktion mehr. Mit der geleisteten Arbeit zeigen sich die Beteiligten nach dem Motto „Wenn man überflüssig wird, hat man alles richtig gemacht“ zufrieden.

Alle sind sich einig, dass der Zweckverband der richtige Ansatz für die Zukunft ist. So erklärt der Bürgermeister, dass es darum gehe, die Kommunen im Landkreis näher zusammenzubringen und Vertrauen zu schaffen. „Wir wollen zeigen, dass wir ein gutes Produkt abliefern – denn das tun wir“, sagt Markwardt.

Zuletzt hat der Abwasserzweckverband 3,9 Millionen in die Erweiterung der städtischen Kläranlage investiert, um auch in Zukunft bei steigendem Zulauf von Abwässern den Reinigungsgrad zu erhalten. Inzwischen hat auch die Samtgemeinde Bad Bevensen-Ebstorf entschieden, dem Verband ab 1. Januar 2019 beizutreten. Markwardt hofft, dass über kurz oder lang alle Kommunen des Landkreises diesem Beispiel folgen.

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