Eine Million für Innenstadt?

Rund um die Kreuzung am Alten Rathaus soll Uelzens Innenstadt ihr Gesicht verändern. Foto: Ph. Schulze

Uelzen. Es soll eines der größten Bauprojekte des Jahrzehnts in Uelzen werden – und wenn die Stadt für den Bau des Marktcenters am Veerßer Tor die dafür benötigten Grundstücke verkauft, könnten nach AZ-Informationen bis zu einer Million Euro in die Stadtkasse fließen.

SPD/FDP-Gruppenvorsitzender Ralf Munstermann will soweit nicht gehen und spricht von einer „namhaften Summe im sechsstelligen Bereich“. Sozial- und Freidemokraten haben indes schon sehr konkrete Vorstellungen, was mit der großen Summe passieren soll. Sie beantragen jetzt, „die Erlöse aus dem Verkauf des Grundstückes zur Errichtung des Bauvorhabens am Veerßer Tor vorrangig zur Stärkung und Entwicklung der Innenstadt einzusetzen“.

Munstermann hofft, dass mit dieser Summe die Entwicklung der Innenstadt ein entscheidendes Stück vorangebracht werden kann. Einen Teil des Geldes möchte die Mehrheitsgruppe im Stadtrat für eine bessere Ein- und Anbindung des Areals am Veerßer Tor an die Innenstadt nutzen. Aber auch unmittelbar in der City soll das Geld eingesetzt werden. „Dabei sind für uns alle drei Marktstraßen gleichberechtigt“, betont Munstermann und verweist auf die jetzt begonnene Diskussion, auch in der Lüneburger und Gudesstraße einen verkehrsberuhigten Geschäftsbereich einzurichten.

Mit den derzeit eingeplanten 200 000 Euro, die zu 75 Prozent aus den Ziel-1-Mitteln der Europäischen Union kommen, werde jedoch allenfalls das Kreuz am Alten Rathaus neu gestaltet werden können. Auch die Schuhstraße und der Schnellenmarkt sowie die Wachsmuthsche Klinke könnten mit den Einnahmen aus dem Veerßer-Tor-Areal weiter entwickelt werden, hofft Munstermann.

Eingeplant hat die Kämmerei den großen Batzen im aktuellen Etat bislang nicht. Der weist ein rund zehn Millionen Euro großes Loch auf. Ob das zusätzliche Geld investiert werden darf oder die Kommunalaufsicht im benachbarten Kreishaus den Geldregen etwa für den Abbau des Defizits eingesetzt wissen will, muss Finanzdezernent Jürgen Markwardt klären. Der SPD/FDP-Antrag beschreibt diese Situation mit dem Satz „Die Verwaltung wird beauftragt, die haushaltsrechtlichen Maßnahmen vorzubereiten“.

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Von Marc Rath

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