6000 Euro Einnahmen pro Jahr: Photovoltaik-Anlage auf dem Dach von St. Petri zahlt sich voll aus

Eine Kirchengemeinde strahlt

Lohnende Investition: Jede Sonnenstunde beschert der St.-Petri-Gemeinde Einnahmen – dank der Solarmodule auf der Kirche.

Uelzen. „Das ist eine tolle Sache für unsere Kirchengemeinde und erzeugt auch ein Wir-Gefühl. “ Kurtdieter Voß, Mitglied des St. -Petri-Kirchenvorstandes, hat allen Grund, zufrieden zu sein.

Denn die Entscheidung, auf dem Dach des Gotteshauses eine Photovoltaik-Anlage zu installieren, zahlt sich für die Gemeinde bereits aus.

Am 30. Juni 2010 ging die 180 Quadratmeter große Anlage in Betrieb (AZ berichtete). Seitdem hat sie schon rund 26 000 Kilowattstunden Strom erzeugt, der vollständig ins öffentliche Netz eingespeist wird. „Dafür erhalten wir eine Vergütung von rund 6000 Euro im Jahr“, freut sich Pastor Armin Sauer. Angesichts sinkender Zuschüsse der Landeskirche an den Kirchenkreis Uelzen und die einzelnen Gemeinden sei das genau der richtige Weg. „Dadurch erschließen wir uns neue Einnahmequellen“, erklärt Sauer.

Bislang ist die St.-Petri-Kirche die einzige in Uelzen, auf deren Dach eine Photovoltaik-Anlage installiert ist. Und auch kreisweit ist das bislang eine Ausnahme, denn zurzeit gibt es nur in Suderburg und Suhlendorf Solarkollektoren auf den Gotteshäusern.

In der St.-Petri-Gemeinde kam der Anstoß dazu aus dem Kirchenvorstand. Insgesamt 75 000 Euro hat die Solaranlage gekostet. 70 Prozent davon finanziert die Gemeinde aus ihren Rücklagen. Die restlichen 30 Prozent wurden von mehr als einem Dutzend privater Sponsoren inner- und außerhalb der Gemeinde aufgebracht – und zwar als zinsloses Darlehen. „Wir zahlen das Geld in Teilraten zurück“, erläutert Sauer. „Die letzten Sponsoren bekommen es nach sieben Jahren.“ Sauer schätzt, dass sich die Anschaffung der Solaranlage nach zwölf Jahren amortisiert hat. Von da an fließt die Einspeisevergütung zu hundert Prozent in die Kasse von St. Petri.

In der Kirchengemeinde stößt die Anlage auf positive Resonanz, erzählt Kurtdieter Voß: „Wir verdienen damit nicht nur Geld, sondern setzen auch ein Zeichen gegen Atomenergie. Wir haben uns damit deutlich positioniert.“

Von Bernd Schossadowski

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