CDU-Bezirksverband Nordost Niedersachsen wählt Delegierte und nimmt Landtagswahl ins Visier

„Eine Insel der Stabilität“

Christdemokratische Harmonie: Bezirkschef Michael Grosse-Brömer (links) und Kultusminister Bernd Althusmann blicken den anstehenden politischen Aufgaben optimistisch entgegen. Foto: Wendlandt

Uelzen. Es war fast schon eine Grundsatzrede, die Michael Grosse-Brömer zu Beginn hielt. Nicht der übliche routinierte Bericht, nein, der Vorsitzende des CDU-Bezirksverbandes Nordost Niedersachsen hatte am Sonnabendmorgen in der Stadthalle Uelzen vor den 135 Delegierten politische Aussagen verkündet, die über das Tagesgeschäft hinaus gingen.

„Wir sind eine konservative Partei und bekennen uns zu konservativen Werten. Wir wollen das Gute behalten. Aber: Wir bleiben auch sensibel, um auf Veränderungen zu reagieren“, erinnerte der Chef über die acht CDU-Kreisverbände Uelzen, Celle, Gifhorn, Harburg-Land, Lüchow-Dannenberg, Lüneburg, Heidekreis und Wolfsburg an eine politische Leitlinie der Partei.

Ein Grundsatz, der in diesen Tagen und Wochen, in denen mit der Piratenpartei eine neue Kraft in das politische Koordinatensystem tritt, aktueller denn je ist. Dass die Christdemokraten die eher unkonventionell daherkommenden Piraten massiv bekämpfen, machte Grosse-Brömer deutlich. „Im Gegensatz zu denen haben wir Antworten“, kanzelte der Bezirksvorsitzende die Newcomer kurz und knapp ab.

Ebenso klar, wenn auch etwas ausführlicher nahm der Bundestagsabgeordnete die SPD und ihren Spitzenkandidaten für die niedersächsische Landtagswahl, Stephan Weil, auf die politischen Hörner: „Niedersachsen ist eine Insel der Stabilität. Außer in den SPD-Ortsvereinen gibt es keine Wechselstimmung. Ich habe keine Sorge, dass wir die besseren Argumente haben.“ Einmal in Wahlkampfstimmung, sang Grosse-Brömer ein Loblied auf den amtierenden Ministerpräsidenten David McAllister: „Er hat sich vom kampfeslustigen Fraktionschef zum allseits bekannten Landesvater entwickelt. Und bewegt sich sogar mit Prinz Charles auf Augenhöhe.“

An der Spitze bestens aufgestellt, würden die Abgeordneten vor Ort gute Arbeit leisten. Ob Ortsumgehungen, Bahnhofsmodernisierungen oder Autobahnbauten – wir bringen Erfolgsgeschichten auf den Weg“, verkündete Grosse-Brömer. Dass zu den Pluspunkten der niedersächsischen CDU auch die Schulpolitik gehöre, betonte der ebenfalls beim Beziksparteitag anwesende Kultusminister Bernd Althusmann. Die CDU habe in einem verantwortungsbewussten Dialog die Schulpolitik zukunftsweisend aufgestellt und setze auf die Eckpfeiler Oberschule und Gymnasien.

Apropos Zukunft: Mit Blick auf die Landtagswahl lobte der Minister ausdrücklich die zuverlässige Arbeit in der Regierungskoalition mit der FDP. Auch wenn Althusmann schmunzelnd ergänzte: „Natürlich wäre es uns am liebsten, wir würden die absolute Mehrheit im Januar des kommenden Jahres erreichen.“ Nun, bis dahin ist es noch weit – ein wenig näher liegt da schon der Bundesparteitag vom 3. bis 5. Dezember in Hannover, für den der CDU-Bezirk Nordostniedersachsen am Sonnabend seine 20 Delegierten wählte. Aus dem Kreisverband Uelzen werden der Landtagsabgeordnete Jörg Hillmer und Dr. Heike Schweer, stellvertretende Bezirksvorsitzende der Frauen-Union, teilnehmen.

Von Andreas Becker

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