HVV-Übergangstarif: Kreis und Kommunen müssten sich beteiligen

Eine Frage der Subvention

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Uelzen. Es gibt für die Uelzener nur drei Möglichkeiten, was den Hamburger Verkehrsverbund (HVV) betrifft: Man ist gar nicht drin – wie zurzeit –, man ist Vollmitglied oder bietet einen so genannten Übergangstarif an. Eine Vollmitgliedschaft ist laut Dr. Heiko Blume zu teuer.

Mehrere hunderttausend Euro würde die nämlich an einmaligen und laufenden Kosten verursachen, weiß Uelzens Landrat, der sich derzeit intensiv mit dem Thema HVV befasst. Bliebe der Übergangstarif. Doch: Was ist das eigentlich?.

„Bei einem Übergangstarif werden einzelne Linien subventioniert“, erklärt Blume, der kürzlich erst Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister klar gemacht hat, wie wichtig ein solches Angebot für den Landkreis Uelzen wäre. „Unser Ziel“, so der Landrat im AZ-Gespräch, „ist ein Übergangstarif von Hamburg bis Uelzen.“ Denn die Ausrichtung gen Norden sei strategisch besonders wichtig und richtig.

Besagte Subventionierung müsste zum einen der Landkreis Uelzen übernehmen, zum anderen würden auch die Kommunen mit ins Boot geholt werden, die an der betroffenen Bahnstrecke liegen. In diesem Fall: die Gemeinde Bienenbütetl und die Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf beziehungsweise die Stadt Bad Bevensen. Wer am Ende wieviel zahlt, so Blume, sei dann eine Sache, die verhandelt werden müsste. Je nachdem, wie hoch die Subventionen seien, würden die Preise für Zeitkarten dann sinken. Und nur für die. Denn von einem Übergangstarif sollen vor allem die Pendler profitieren.

Derzeit gebe es seitens der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) Bestrebungen, einen Niedersachsen-Tarif einzuführen, weiß Uelzens Landrat. Er ist dem bereits bestehenden Niedersachsen-Ticket ähnlich, gilt aber nicht nur für ein eingeschränktes Zeitfenster. Der Haken an den Plänen: Aus Sicht des HVV könne man sich erst mit einem Übergangstarif beschäftigen, wenn der Niedersachsen-Tarif eingeführt sei. Heiko Blume arbeitet jedoch daran, dass es schneller geht: „Wir wollen, dass beide Tarife möglichst zeitgleich eingeführt werden.“

Von Ines Bräutigam

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