Idee eines sechsstöckigen Gebäudes

Hansestadt Uelzen plant Umbaumaßnahmen: Eine Allee am neuen Busbahnhof

Die „Vorzugsvariante“ für den neuen Busbahnhof am Rathaus der Firma „Sweco“ fand Anklang bei den Mitgliedern des Bauausschusses. In der Mitte könnte aber auch ein Gebäude errichtet werden. Grafik: Sweco, Fotos: Archiv
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Die „Vorzugsvariante“ für den neuen Busbahnhof am Rathaus der Firma „Sweco“ fand Anklang bei den Mitgliedern des Bauausschusses. In der Mitte könnte aber auch ein Gebäude errichtet werden. Grafik: Sweco, Fotos: Archiv

Uelzen – Im Jahr 2021 soll der neue Busbahnhof in Uelzen fertig gebaut sein, um ein Jahr später in Betrieb genommen zu werden. Dies erklärte Stadtbaurat Karsten Scheele-Krogull bei der Sitzung des Ausschusses für Bauen, Infrastruktur, Umwelt- und Klimaschutz der Hansestadt.

Wie berichtet, soll der Busbahnhof auf einer „Insel“ zwischen Veerßer Straße und Fritz-Röver-Straße entstehen, neben dem neuen Kreisverkehr an der Dieterichsstraße.

Stadtplaner Marc Springer von der Bremer Firma Sweco stellte während der Sitzung sieben unterschiedliche Varianten für die „Insel“ vor. Der Ausschuss sprach sich für die vorgeschlagene „Vorzugsvariante“ aus. Diese enthält eine Allee für Fußgänger und Radfahrer, eine Fahrradabstellanlage sowie acht Haltestellplätze für Busse am Rand. Scheele-Krogull stellte zudem eine Variante vor, bei der auf der „Insel“ein Gebäude mit bis zu sechs Stockwerken errichtet werden könnte. Hier könnten zum Beispiel Arztpraxen, Räume für Versicherungen oder sogar ein Hotel entstehen.

„Ein gleichzeitiger Bau von Bushaltestelle und einem Gebäude ist nicht möglich“, gab Springer zu bedenken. 1000 Quadratmeter Grundfläche stehen auf der „Insel“ zur Verfügung. Positive Reaktionen gab es im Ausschuss für die Variante eines Arkadenhauses. Gezeigt wurden unterschiedliche Dachkonstruktionen, die für den Wartebereich denkbar seien.

Rainer Schimmel, beratendes Ausschussmitglied, gefällt das geschwungene Dach des Busbahnhofs am Stübenplatz in Hamburg-Wilhelmsburg. „Etwas optisch Reizvolles wäre schön“, sagte Schimmel. Klaus Knust (SPD) entgegnete: „Wir können nicht ewig warten. Etwas Futuristisches passt nicht zu Uelzen.“

Stefan Thieme (CDU) sprach sich für die Investorensuche und für die Bebauung der „Insel“ aus. „Ohne Gebäude könnte der Bahnhof ein sozialer Brennpunkt werden“, sagte Thieme. Karl-Heinz Schmäschke (Grüne) erklärte: „Unser Hauptziel ist es, den ÖPNV zu verbessern. Daher sollte der Bau des Busbahnhofs priorisiert werden.“ Ein größerer Busbahnhof wird benötigt, weil vom kommenden Jahr an zwei zusätzliche Linien fahren.

Am Ende sprach sich der Ausschuss dafür aus, die Vorzugsvariante zu präferieren, also zunächst ohne Bebauung der „Insel“. Parallel solle Scheele-Krogull aber dennoch versuchen, Investoren für eine Bebauung zu finden – übrigens auch für die (Rasen-)Flächen am Herzogenplatz sowie für den Bereich, bei dem aktuell noch das Kreishaus steht. Wie berichtet, möchte der Landkreis Uelzen im Juni 2022 in ein noch zu bauendes neue Gebäude an der Eschemannstraße ziehen.

VON TIMO HÖLSCHER

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