Arbeitsgruppe Innenstadt: Tempo 10 und Blumenkübel sollen im Zentrum bestehen bleiben

„Eine absolut zielführende Lösung“

Die Kübel auf den Uelzener Marktstraßen bleiben erhalten, nur einige wenige von ihnen sollen noch entfernt werden. Dafür hat sich jetzt die Arbeitsgruppe Innenstadt ausgesprochen. Foto: Ph. Schulze

Uelzen. Die Entscheidung ist gefallen: Mit großer Mehrheit hat sich die Arbeitsgruppe (AG) Innenstadt am Donnerstagabend dafür ausgesprochen, den bislang provisorischen verkehrsberuhigten Geschäftsbereich im Uelzener Zentrum zu einer dauerhaften Einrichtung zu machen.

„Bis auf eine Ausnahme war es die einhellige Meinung der Runde, die Tempo-10-Bereiche in der Innenstadt und die Blumenkübel auf den Marktstraßen beizubehalten“, sagt Baudezernent Karsten Scheele-Krogull auf Anfrage der AZ. Die Rückkehr zu einer Fußgängerzone auf der Veerßer Straße komme für die Arbeitsgruppe dagegen nicht in Betracht.

Damit folgte das etwa 25-köpfige Gremium dem Vorschlag der Bauverwaltung. Allerdings soll die Zahl der Kübel leicht verringert werden. Auf der Veerßer Straße wird nach den Worten von Scheele-Krogull eines der bepflanzten Hindernisse entfernt, so dass dort künftig noch sechs Standorte erhalten bleiben. Nicht mitgerechnet sind die Kübel im Eingangsbereich vor dem Alten Rathaus. Auch auf der Lüneburger Straße wird „ausgedünnt“: Dort soll es vier statt sechs Kübel-Standorte geben. Keine Änderungen wünscht die AG Innenstadt für die Gudesstraße, auf der derzeit an drei Stellen Pflanzkübel stehen.

Die AG sei der Auffassung, „mit diesem Konzept das zu erreichen, was wir immer wollten: Verkehrsberuhigung schaffen und die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt steigern, aber gleichzeitig Rückstaus vor den Kübeln und Kfz-Knäuel vermeiden, die Fußgänger und Radfahrer gefährden könnten“, erklärt der Baudezernent.

Auch über die Anschaffung der begrünten Sitzelemente, die im kommenden Jahr rings um die Laternen aufgestellt werden sollen (AZ berichtete), verständigte sich das Gremium. Um sich einen Eindruck von den geplanten Sitzinseln zu machen, wurde die Stadt beauftragt, davon zunächst ein Musterexemplar zu erwerben und aufzustellen. Das soll laut Scheele-Krogull im Spätherbst geschehen. Dann werde überprüft, ob die Farbgebung der Sitzelemente ansprechend ist und ob die Platzierung auf der Fahrbahn die Straßenreinigung und den Winterdienst nicht beeinträchtigt.

Sollten die Eindrücke von dem Musterexemplar positiv sein, wird die Stadt im Frühjahr alle weiteren Sitzinseln aufstellen. Insgesamt sind sechs für die Veerßer Straße sowie jeweils vier auf der Lüneburger und der Gudesstraße vorgesehen, sagt Scheele-Krogull.

Am Dienstag, 27. September, tagt die AG Innenstadt ein weiteres Mal. Dann soll über die Detailplanung für die Sitzelemente gesprochen werden. Das endgültige Konzept für die Umgestaltung der Innenstadt wird anschließend dem Stadtplanungsausschuss vorgelegt. Dessen nächste Sitzung ist für den 4. Oktober angesetzt. Gibt auch der Ausschuss grünes Licht, wird die Stadt bei der NBank Fördermittel für die Baumaßnahme beantragen. 75 Prozent der Gesamtkosten können aus dem Ziel-1-Topf der EU finanziert werden.

Die Arbeitsgruppe Innenstadt sei entschlossen, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen, betont Scheele-Krogull. „Wir denken, dass wir jetzt eine absolut zielführende Lösung für die Zukunft gefunden haben.“

Von Bernd Schossadowski

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare