„Eindeutige Erfolgsgeschichte“

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Über eine größere Mensa freuen sich Schüler und Lehrer im Lessing-Gymnasium. Insgesamt wurden in der Schule 1,3 Millionen Euro im Zuge des Modernisierungsprogramms investiert.

Uelzen - Von Bernd Schossadowski. Ein derartiges Modernisierungsprogramm in so kurzer Zeit hat es in der Geschichte der Bundesrepublik noch nicht gegeben: Das Konjunkturpaket II des Bundes ermöglicht umfangreiche Investitionen in den Landkreisen, Städten und Gemeiden. Auch der Kreis Uelzen profitiert ausgiebig davon: Hier werden, einschließlich des kommunalen Eigenanteils, insgesamt rund 14,6 Millionen Euro in mehr als 40 Bauvorhaben investiert. Das Geld fließt hauptsächlich in die Sanierung und den Umbau von Schulen und Sporthallen. Viele Arbeiten sind bereits beendet.

„Das Konjunkturpaket II ist eine eindeutige Erfolgsgeschichte“, bilanziert Innenminister Uwe Schünemann (CDU). Mit landesweit fast 6000 Vorhaben liege Niedersachsen hinter Nordrhein-Westfalen an zweiter Stelle in Deutschland. „Das ist eine hervorragende Bilanz“, bekräftigt Schünemann.

Auch Uelzens Bürgermeister Otto Lukat äußert Lob. „Das Konjunkturpaket hat zu einer deutlichen Stabilisierung der Baubranche und zur Sicherung von Arbeitsplätzen geführt“, sagt er. Dank der Fördermittel des Bundes seien zahlreiche Investitionen in Uelzener Schulen möglich geworden, auch wenn die Stadt dafür einen finanziellen Eigenanteil leisten musste. „Ohne diesen Schub hätten wir das alles nicht tätigen können“, sagt Lukat. Dennoch übt er auch leise Kritik: Der Bund hätte nicht nur die energetische Sanierung von Schulgebäuden, sondern auch Maßnahmen im Straßenbau fördern sollen, meint er.

„Wir sind beim Konjukturpaket sehr gut weggekommen“, findet auch Lothar Heinisch, Schuldezernent des Landkreises Uelzen. Er erinnert an die kreisweit umfangreichste Baumaßnahme im Rahmen des Förderprogramms: die Sanierung und der Umbau der KGS Bad Bevensen für rund 3,7 Millionen Euro. „Ohne diese Mittel hätten wir das in so kurzer Zeit nicht bewerkstelligen können. Das Programm hat uns sehr geholfen“, resümiert Heinisch.

Und das sind die wichtigsten Investitionen in der Stadt Uelzen im Überblick:

• Lessing-Gymnasium: 1,3 Millionen Euro für die Erweiterung des Ganztagsschulbereiches mit Küche, größerer Mensa, Bibliothek, Pausenhalle und der Aufstockung des Musikbereiches.

• Herzog-Ernst-Gymnasium: Rund 1,2 Millionen Euro für die Errichtung eines Anbaus mit Mensa, Küche, Sozialräumen, Bücherei, größerem Lehrerzimmer und Stillarbeitsplätzen.

• Berufsbildende Schulen I: 600 000 Euro für den Bau einer Maschinenhalle an der Scharnhorststraße.

• Pestalozzischule: 600 000 Euro für die energetische Sanierung des Schulgebäudes.

• Alte Turnhalle des Lessing-Gymnasiums: Etwa 500 000 Euro für die Erneuerung der Wärmedämmung der Außenfassade, der Heizungsanlage, des Hallenbodens und der Fenster.

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