Viel Lob und Zustimmung im Stadtrat für geplantes Marktcenter und Bebauung an der Schuhstraße

Das Marktcenter - „Ein Meilenstein für Uelzen“

Uelzen. Bürgermeister Otto Lukat sprach von einem „bedeutenden Beschluss“, der Uelzen für Jahrzehnte prägen werde, Baudezernent Karsten Scheele-Krogull von einem „Meilenstein“ und CDU-Ratsherr Heinz-Joachim Höfer von einer „unwiederbringlichen Chance“ für die Uhlenköperstadt:

Selten war sich der Stadtrat so einig wie gestern Abend bei der Diskussion über das geplante Marktcenter am Veerßer Tor und die Neubebauung im Bereich der Schuhstraße. Von allen Fraktionen gab es lobende Worte und Zustimmung für das 25-Millionen-Euro-Projekt.

„Das ist eine riesige Chance für Uelzen, die wir nutzen sollten. Sie bringt uns dem Ziel, eine lebenswerte Stadt zu gestalten, näher“, sagte SPD-Fraktionschef Ralf Munstermann. Für ihn steht Uelzen „vor einer kleinen Sanierung“: Außer dem Marktcenter-Projekt gebe es Entwicklungschancen auch im „Uelzer Hof“, in der Kaufhalle und am Schnellenmarkt.

Kritik übte Munstermann in diesem Zusammenhang am Fragebogen, den der Uelzener Handelsverein an die Ratsmitglieder verschickt hatte (AZ berichtete). Die Beantwortungsfrist sei viel zu kurz gewesen, deshalb habe er den Bogen nicht ausgefüllt, erklärte Munstermann: „Wir sind in die Falle nicht getappt.“

Auch CDU-Fraktionsvorsitzender Stefan Hüdepohl sprach sich für die Bauvorhaben aus. Mit der Zustimmung des Rates sei die Arbeit aber nicht getan. „Wir werden uns noch auseinander setzen müssen über die Mieter im Marktcenter und über die Anbindung an die Lüneburger und die Schuhstraße. Wir werden ein waches Auge haben auf das, was in den nächsten Wochen passiert“, kündigte Hüdepohl an. Er hofft nun, dass sich alle Uelzener – auch die Kritiker des Marktcenters – daran beteiligen, Uelzen voranzubringen. „Es ist eine schöne und lebenswerte Stadt, daran sollten wir arbeiten“, appellierte er.

Ariane Schmäschke, Fraktionschefin der Grünen, hätte sich allerdings eine bessere Kommunikation zwischen Rat, Verwaltung und Bürgern gewünscht. „Etwas mehr Beratungszeit über das Projekt hätte nicht geschadet“, meinte sie, lobte aber die Pläne des Investors HBB: „Das Schuhstraßen-Projekt ist unabdingbar erforderlich, es ist fantastisch.“

Nach Ansicht von Jörg Firus, Fraktionsvorsitzender der FDP, wird das Marktcenter den innerstädtischen Handel nicht verdrängen. Es bestehe vielmehr „eine exzellente Chance zur Bindung von Kaufkraft in Uelzen“, so Firus. „Lassen Sie uns diese große Chance nutzen.“

Von Bernd Schossadowski

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