Altes Rathaus wird Bildungszentrum mit Café / Partner besiegeln Mietvertrag

„Ein Herzstück in Uelzen“

Erfolgreicher Abschluss: Manfred Knaak (links) vom Gebäudemanagement und Almke Matzker-Steiner, Leiterin der Kreisvolkshochschule, unterzeichneten gestern den Mietvertrag für das Alte Rathaus. Die Haus der Lebenshilfe gGmbH Uelzen hatte die Partnerschaft zuvor besiegelt. Foto: Wendlandt

Uelzen. Für Almke Matzker-Steiner war es ein wichtiger Tag. „Eine solche Immobilie ist ein Herzstück in Uelzen.

Sie prägt das Gesicht der Stadt ganz wesentlich“, freute sich die Leiterin der Kreisvolkshochschule (KVHS) bei der gestrigen Unterzeichnung des Mietvertrages für das Alte Rathaus. Ab dem 1. Juli 2012 gehen die KVHS, die Haus der Lebenshilfe gGmbH Uelzen und das hiesige Gebäudemanagement eine Partnerschaft ein. Dabei soll das Alte Rathaus an der Veerßer Straße zu einem Bildungs- und Kulturzentrum mit hochwertigem Café und Kaffeerösterei umgebaut werden.

„Das ist ein Schritt zur Aufwertung der Innenstadt“, sagte Bürgermeister Otto Lukat bei der Unterzeichnung des Mietvertrages, der zunächst auf zehn Jahre befristet ist. Die KVHS bekommt in dem denkmalgeschützten Gebäude neue Unterrichts- und Fachräume sowie einen größeren Veranstaltungssaal. „Damit können wir einen Großteil unserer Arbeit in der Uelzener Innenstadt konzentrieren“, erklärte Matzker-Steiner. Sie verspricht sich davon mehr Kundennähe und einen besseren Service.

Denn weil die KVHS in ihrer Geschäftsstelle in Oldenstadt kaum Seminarräume besitzt, muss sie vor allem mit ihren Abendkursen in verschiedene Uelzener Schulen ausweichen. Das soll ab dem Sommer 2012 der Vergangenheit angehören. Zudem bleibt das KVHS-Veranstaltungszentrum an der Turmstraße erhalten. In die frei werdenden Räume in Oldenstadt soll nach den Worten von Bürgermeister Lukat die Uelzener Stadtarchäologie einziehen.

Warten auf den Startschuss: Das Gebäude wird ab Januar 2012 umgebaut. Die Außenarbeiten haben schon begonnen. Foto: Ph. Schulze

Darüber hinaus bietet der Wechsel ins Alte Rathaus der KVHS die Möglichkeit, ihr Angebot zu erweitern. „Unser inhaltliches Spektrum soll breiter werden“, versprach Matzker-Steiner. Sie kann sich Vorträge, Matinees und „kleine, feine Kulturveranstaltungen“ in den neuen Räumen an der Veerßer Straße vorstellen. „So etwas haben wir bislang nicht“, sagte sie und setzt dabei auf eine enge Kooperation mit der Haus der Lebenshilfe gGmbH: In dem von der Behinderten-Einrichtung im Alten Rathaus geplanten Café „Samocca“ könnten gemeinsame Kunst- und Kultur-Events organisiert werden, schlug die KVHS-Leiterin vor. „Dieses Haus werden wir gemeinsam beleben.“

Auch die Haus der Lebenshilfe gGmbH werde von der Kooperation profitieren, betonte Dana Pawlofsky, verantwortlich für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie für das Projekt „Samocca“. Das oberste Ziel der Einrichtung sei, ihren behinderten Beschäftigten neben der Tätigkeit in den Werkstätten an der Straße „Am Funkturm“ neue Arbeitsplätze in der Uelzener Innenstadt anzubieten.

Einige von ihnen sollen künftig als Service- und Küchenpersonal im „Samocca“ arbeiten. „Wir werden 10 bis 15 Jobs für Menschen mit Behinderung schaffen. Außerdem werden wir Fachpersonal einstellen“, kündigte Regina Friedrichs, Koordinatorin für Dienstleistungen bei der Haus der Lebenshilfe gGmbH, an. Das „Samocca“ soll mit edlem Mobiliar eingerichtet werden. „Wir wollen dort eine Wohlfühl-Atmosphäre mit gutem Service und hochwertigen Produkten schaffen“, sagte Dana Pawlofsky.

Die Pläne der KVHS und des Hauses der Lebenshilfe würden sich „wunderbar ergänzen“, blickte Manfred Knaak, kaufmännischer Leiter des Gebäudemanagements, der Kooperation mit Vorfreude entgegen. „Das wird eine ganz tolle Sache.“

Von Bernd Schossadowski

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