SPD-Kreistagsfraktion setzt Strategien für Museumsdorf Hösseringen um

Ein-Euro-Kräfte und Busse

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Wo geht’s lang? Die SPD-Kreistagsfraktion will Touristen den Weg zum Museumsdorf Hösseringen per Fahrrad, mit dem Bus oder mit dem Auto ermöglichen. Die ersten Ideen lassen sich vielleicht ohne Mehrkosten für den Kreis realisieren, hofft die SPD.

Uelzen/Hösseringen. Erste Strategien für eine rosigere Zukunft des Museumsdorfes Hösseringen werden auf den Weg gebracht.

Die SPD-Kreistagsfraktion hat mit dem Landkreis, der Agentur für Arbeit und dem Uelzener Eisenbahnunternehmen Metronom über Vorschläge verhandelt, die eine bessere Anbindung des Museumsdorfes an den öffentlichen Nahverkehr und mehr Personal zur Folge haben könnten.

Nach einem Gespräch bei der Agentur für Arbeit zeigt sich Fraktionsvorsitzender Jacques Voigtländer optimistisch: Er hat über Ein-Euro-Kräfte für das Museumsdorf verhandelt und geht davon aus, dass „wir sicherlich erfolgreich sein werden“. Er hofft somit auf drei Mitarbeiter, die regelmäßig anwesend sind, Mitmach-Aktionen für Kinder anbieten und sich zum Beispiel um Vieh-Haltung kümmern könnten – als Magnet für mehr Besucher. „Es fehlt auch ein Hausmeister, der dort lebt“, fügt Voigtländer hinzu.

Vor knapp zwei Wochen hatte die Fraktion dem Leiter des Museumsdorfes, Dr. Ulrich Brohm, ihre Unterstützung zugesagt (AZ berichtete). In der Zwischenzeit gab die Kreisverwaltung auf Anfrage der Fraktion grünes Licht zum Thema Verkehrsanbindung an den Bahnhof Suderburg. Nach dem Fahrplanentwurf zum neuen Liniennetz im Landkreis soll es eine dauerhafte Haltestelle „Hösseringen-Museumsdorf“ geben. Von montags bis freitags soll diese Haltestelle fünfmal täglich angefahren und am Wochenende als Rufbus-Station eingerichtet werden, bestätigt Kreissprecher Martin Theine auf AZ-Nachfrage. Als Ersatz für Sonntagsfahrten könnte der Entdeckerbus zwischen Juni und September das Gelände anfahren. Die Zeiten würden mit den Zügen abgestimmt. Zudem sehe der neue Tarif der Regionalbus Braunschweig GmbH (RBB) Gruppenfahrkarten vor. „Der Fahrpreis beträgt die Hälfte des regulären Preises“, erläutern Fraktionssprecher Andreas Dobslaw und Voigtländer. „Ziel ist, dass sich die Einrichtung irgendwann selbst trägt.“ Dass bei diesen neuen Regelungen keine Mehrkosten entstehen, will Theine auf AZ-Nachfrage nicht bestätigen, solange die RBB noch auf Grundlage des ÖPNV-Konzepts die Kosten für einen Festpreis ermittelt.

„Das Museumsdorf wäre damit nach unserer Auffassung für jedermann mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar und auch für Schulklassen würde sich daraus ein echter Anreiz für einen Besuch ergeben.“ Es fehle jedoch ein Radweg von der Burg Bodenteich nach Hösseringen und eine Autoverbindung aus Richtung Müden.

Von Diane Baatani

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