Biozide an Kreisstraßen

Eichenprozessionspinner wird bekämpft

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Aus einer Sprühkanone werden demnächst die Bäume an den elf Kreisstraßen mit einem Biozid besprüht, das den Eichenprozessionsspinnern den Garaus macht.

Uelzen/Landkreis. An den Eichen wächst dieser Tage in zarten Grüntönen das erste Laub – und mit ihm auch die Population des Eichenprozessionsspinners.

Der Landkreis Uelzen wird daher in den nächsten Tagen damit beginnen, an insgesamt elf Kreisstraßen, an denen Radwege entlangführen, ein Biozid auf das Blattwerk der Eichen zu sprühen, um die Ausbreitung dieses Schädlings einzudämmen. Seit vergangenem Jahr bekämpft der Landkreis Uelzen den Eichenprozessionsspinner, dessen sogenannte Brennhaare schwere allergische Reaktionen bis hin zur Atemnot beim Menschen auslösen kann, ganz aktiv.

An allen elf Kreisstraßen, an denen Fahrradwege entlang führen, würde demnächst per Sprühkanone ein Biozid in die Bäume gepustet werden, sagt Landkreis-Sprecher Martin Theine. Ein Spezialunternehmen habe nach einer entsprechenden Ausschreibung den Auftrag dafür erhalten. Vor allem Bäume im Ostkreis, bei Suderburg und bei Bad Bevensen werden auf diese Weise behandelt, um die Gefahr für Menschen zu minimieren. „Während der Bekämpfungsmaßnahmen, die bis Ende Mai andauern können, ist an den betroffenen Straßen mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen“, so Theine.

Der Kreis-Sprecher weist auch darauf hin, dass Präventions- oder Bekämpfungsmaßnahmen an öffentlichen Einrichtungen wie Kindergärten in der Verantwortung und Zuständigkeit der jeweiligen Gemeinden beziehungsweise Samtgemeinden lägen.

Besonders in und an Wäldern mit Eichen, auf Grün- und Freizeitanlagen sollte man in den kommenden Wochen aufmerksam sein beziehungsweise diese Orte meiden, so lange der Eichenprozessionsspinner aktiv ist. Die Vermehrung der Raupen findet insbesondere in der Zeit von Ende Mai bis Ende August statt.

Von Ines Bräutigam

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