Ehrenamt wird noch wichtiger

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Propst Jörg Hagen sieht wegen der Regionalisierung viele Veränderungen auf seine Mitarbeiter zukommen. Das Diakonische Werk zum Beispiel führt bereits konkrete Gespräche über eine Zusammenarbeit mit dem Kirchenkreis Lüneburg.

Uelzen - Von Diane Baatani. Der Kirchenkreis Uelzen ist in seiner Struktur ordentlich aufgestellt. Das ist nach knapp 150 Tagen Amtszeit der Eindruck von Jörg Hagen, Propst im Kirchenkreis Uelzen.

„Wir haben eine ganz solide Basis“, sagt er. Nun müsse man schauen, wo die Zukunft liege – auch mit Blick auf den Beginn der Regionalisierung. Dass sich in Zukunft einige Dinge im Kirchenkreis verändern werden, lässt sich nicht vermeiden, deutet Hagen an, da es auch wegen der demografischen Situation „sehr viel schwieriger“ werde. „Es ist eine zukunftsträchtige Sache, die sicherlich auch was im Guten, aber auch viel Abschied und Umgewöhnung bringt“, erklärt Hagen. Alle müssten „lernen miteinander zusammenzuarbeiten“.

Wie sich die Kreisreform auf die Entwicklung des Kirchenkreises auswirken werde und ebenso die Fusionen der Samtgemeinden im Landkreis und mögliche weitere anstehende Fusionen, werde sich ebenfalls noch herausstellen.

Einen hohen Anteil hat die Arbeit der Ehrenamtlichen im Kirchenkreis, weiß Hagen. „Es wird immer so sein, dass die zentralen Aufgaben Sache des Pfarramts sind“, aber Freiwillige könnten zum Beispiel viele Aufgaben in der Liturgie übernehmen. Sie engagieren sich als Lektoren oder Prädikanten, das werde anerkannt und die Arbeit werde sehr geschätzt. „Eine gute Durchmischung der Generationen“ ist hierbei ebenfalls eines der Ziele.

Im Bereich der Diakonie müsse man sehen, wie man langfristig ihr Angebot erhält und gleichzeitig weiterhin Ortsnähe zu den Gemeindemitgliedern auf dem Lande sucht. Da müsse man überprüfen, „worin die diakonische Kernaufgabe liegt und was haben wir, was machen die anderen“, mit denen gute Absprachen notwendig seien. „Dass die diakonischen Einrichtungen gute Arbeit leisten, das habe ich schon festgestellt“, hebt Hagen hervor. Das Diakonische Werk im Kirchenkreis Uelzen führt bereits „konkrete Gespräche“ mit dem Diakonieverband Lüneburg-Bleckede, erklärt der Propst, „aber es liegen noch keine Ergebnisse vor“.

„Ich habe eine große Aufgeschlossenheit und Bereitschaft zur Zusammenarbeit erlebt. Ich hoffe, dass sich das auch bewähren kann, und bin da ganz optimistisch.“ Von Arbeit auf „Augenhöhe“ spricht Hagen und von einem guten Informationsfluss, „jenseits von hierarchischen Strukturen“. „Andererseits: Wenn es dann zu Entscheidungen kommen muss, müssen sie auch akzeptiert werden.“

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