Dütt und datt up Platt

Drückjagd

In Winder bi Schnee sind de Jägers ünnerwegens üm fasttostellen, wat los is in ehr Revier. Driewjagden, wo man mit 50 und mehr Jäger öwerall up de Dörper Hasen und Karnickel schaaten het, lohnt nich mehr.

60 Hasen und so 20 Karnickel, poor Fasanen, dat wär domals de Strecke de de Jagdhornbläser verblasen mössen.

Jedes Johr makt de Hegering Bämsen in Februar een Jagd up Vöss. Denn erinnert man sik an de Driewjagden von fröher. Vöss giwt dat noch genoch. Ward ok mal een Waschbär oder een Marderhund schaten. De sind je Nachts aktiv und richtet Schaden an.

Nu kummt wedder de Wolf in uns Reviere. So recht heff ik keen Antwort krägen up mien Frag: „Worüm brukt wie wedder eenen Wolf?“ De letzte Wolf in de Göhrde, up een Jagd, is 1851 schaten. 162 Johr hebbt wie ohne Wölfe utkommen, brukt wie em jetzt wedder? Wildschwien aber, de hebbt tonommen. In de Stadt Berlin is dat all eene Plage. In Winder bi Schnee, süsst du de Fährte genau. Is de Foodabdruck so grood as wie een Hand, is dat bestimmt een grooden Keiler, wie de Eber bi de Jägers heet.

Denn ward rasch ok mal poor Jägers und Driewes bescheed seggt, vör allem Jägers mit Jagdhunde, üm een „Drückjagd“ to maken. Üp sün Drückjagd har Fritz, de Jäger, dat Glück eenen grooden Keiler to scheeten. Mitt’n in Holt leeg nu de Keiler door. Jäger und Driewers wünschen em „Waidmannheil.“

To de Driewer Adolf und Richard sä he: „Jü bliewt mal hier, ik hal mien Jagdwagen her, dor heff ik Stricke in, denn treckt jü dan Keiler, dörch dat Holt na mien Wagen an Wech hen.“ As de Wagen nu köm, hal Adolf de Stricke und mök se an de Hinnerbeen, „Hinner-Lööp,“ wie dat bi de Jägers heet, von dan Keiler fast.

Se harn fast de halbe Streck ton Auto dörch dat Holt schafft, do seggt Adolf: „Dat geiht aber schwor, de wicht bestimmt dree Zentner und mehr.“ Se hölen an, do meen Richard: „West du wat, kiek mal, wie treckt je gegen de Borsten, wie möt dat an de annern Been anbinden.“

Se hebbt dat an de anner Siet anbunden. „Hest recht hat,“seggt Adolf; „geiht wesentlich leichter, aber kiek mal, jetzt kaant wie je ümmer wieder wech von dat Auto.“

„Jü Dussels“, rööp de Fritz de Jäger, „wo willt jü denn mit dat Schwien hen, is doch de falsche Richtung, jü möt doch ümdreihn.“

Is nu mal so in Läben, man mut sik richtige Ziele gäben, dan richtigen Wech wählen, süss musst dik, wie de Driewers quälen.

Carl-Friedrich Bautsch lebt in Groß Hesebeck und ist Plattschnacker aus Leidenschaft.

Von Carl Friedrich Bautsch

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare