Bauamt verwundert über Anlieger der Albertstraße

„Drohungen“ an den Dezernenten

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Uelzen. Unerfreuliche E-Mails hat Uelzens Baudezernent Karsten Scheele-Krogull in den vergangenen Tagen bekommen, wie dieser in der vergangenen Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung, Umweltschutz und Bauen berichtete.

Und zwar von Anliegern der Albertstraße, die sich auf die Auswirkungen des Marktcenter-Baus auf das Überschwemmungsgebiet bezogen (AZ berichtete). Der Baudezernent sei in diesen elektronischen Briefen massiv angegangen worden, sogar von „Drohungen“ sprach Scheele-Krogull.

Den Baudezernenten verwundert dieser harsche Umgang der Bürger mit der Stadtverwaltung umso mehr, weil man sich als Stadt zuletzt in einer Anliegerversammlung zum Thema Überschwemmungsgebiet deutlich hinter die Anlieger gestellt habe. „So geht man mit seinen Partnern nicht um“, mahnte Karsten Scheele-Krogull und fand die Äußerungen in besagten Mails vor diesem Hintergrund „sehr merkwürdig“.

Auch der Ausschussvorsitzende Karsten Jäkel (CDU) bestätigte den verbalen Angriff auf die Uelzener Stadtverwaltung. „Ich habe den Schriftwechsel auch gelesen“, sagte er, „und ich muss sagen, dass der Ton nicht angemessen ist.“

Wie berichtet, fürchten die Anlieger der Albertstraße um den Wert ihrer Grundstücke, weil mit einer Neuausweisung das Überschwemmungsgebiet auch auf ihre bebauten Flächen ausgeweitet werden soll. Der Landesbetrieb für Wasserwirtschaft erarbeitet für die Neuausweisung zurzeit neue Karten, die im kommenden Jahr fertig werden und öffentlich ausgelegt werden sollen.

Von Ines Bräutigam

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